Entführungsfall Rechtsanwalt Mag. Erich Rebasso

Wien (OTS) - Die Familie des am 27. Juli 2012 entführten Wiener Rechtsanwaltes Mag. Erich Rebasso appelliert an Journalisten und Medieninhaber, bei der Berichterstattung über diesen Entführungsfall vor allem zwei Grenzen zu respektieren:

Erstens besteht keinerlei sachlicher Grund, die Kinder des Entführten in die Berichterstattung einzubeziehen oder andere Informationen aus der Privatsphäre des Entführten zu verbreiten. Dass gerade in einem Entführungsfall die Veröffentlichung von Informationen über die Familie des Entführten, über deren Wohnsitze und Aufenthaltsorte das Gefahrenpotential erhöht, liegt auf der Hand. Das Grundrecht auf Datenschutz steht auch einem Entführungsopfer und dessen Familie zu. In ganz besonderem Maße schützt es die Kinder; ihr Sicherheitsinteresse wird von keinem vernünftig vorstellbaren Veröffentlichungsinteresse überwogen.

Aus dem Familienkreis ist ausschließlich der Wiener Rechtsanwalt Mag. Michael Rebasso, Bruder des Entführten, ins Licht der Öffentlichkeit getreten; er steht den Medien auch weiterhin als Ansprechperson zur Verfügung. Die Rechtsanwaltskammer Wien hat ihn am 31. Juli 2012 zum Stellvertreter des Entführten im Zeitraum der Abwesenheit bestellt.

Zweitens: Manche Medien haben über geschäftliche Kontakte des Entführungsopfers mit russischen Mandanten berichtet und sich in diesem Zusammenhang zur Wiederholung von Anschuldigungen hinreißen lassen, die vor Jahren (wegen des missbräuchlichen Gebrauchs des Namens des Entführten durch Dritte) gegen den Entführten erhoben und umgehend entkräftet worden sind.

In der Hoffnung, dass der Entführte möglichst unbeschadet in seinen Beruf als Rechtsanwalt zurückkehren kann, ersucht Michael Rebasso, Stellvertreter und Bruder des Entführten, das Entführungsopfer nicht durch die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten gleich ein zweites Mal zum Opfer zu machen. Denn der Ruf eines erfolgreichen Wirtschaftsanwaltes ist schneller durch unwahre Medienberichte ruiniert als durch Einsatz und Fleiß erworben.

Der Bruder und Stellvertreter des Entführten beabsichtigt nicht, wahre und rechtmäßige Berichterstattung über den Entführungsfall einzuschränken. Allerdings hat er den Wiener Rechtsanwalt Dr. Albrecht Haller beauftragt, die Berichterstattung zu beobachten und Persönlichkeitsrechtsverletzungen mit aller Schärfe gerichtlich zu verfolgen.

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