ORF III spricht mit "Tamino"-Tenor Michael Schade

Am 1. August 2012 im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Star-Tenor Michael Schade, der bei den Salzburger Festspielen den Tamino im zweiten Teil der "Zauberflöte" (am 6. August in ORF 2 und am 19. August in ORF III) singt, spricht auf ORF III Kultur und Information am Mittwoch, dem 1. August 2012, ausführlich mit Kulturexpertin Barbara Rett. "kreuz und quer" beleuchtet zuerst die soziale Stellung von homo- und transsexuellen Menschen im heutigen Iran; die zweite Sendung versucht mittels einer multiperspektivischen Herangehensweise mögliche Gründe für einen Stillstand von Forschung und Wissenschaft in der islamischen Welt aufzuzeigen. "Treffpunkt Medizin" widmet sich dem Thema Schutzimpfung.

ORF III spezial: "Salzburger Festspielinterviews: Michael Schade" (19.50 Uhr)

Kulturexpertin Barbara Rett bittet den Star-Tenor Michael Schade im Rahmen der Reihe "Salzburger Festspielinterviews" zum ausführlichen Gespräch. Der kanadisch-deutsche Sänger, der als einer der führenden Mozart-Tenöre der Gegenwart gilt, steht kurz vor der Premiere der Oper "Das Labyrinth", dem zweiten Teil der Zauberflöte unter der Regie von Alexandra Liedtke, in der er die Hauptrolle, den Tamino singt. Für Schade ist es diesmal eine doppelte Premiere: Erstmals wird er gemeinsam mit seiner fünfjährigen Tochter auf der Bühne stehen. Im Gespräch mit Barbara Rett erzählt Michael Schade, warum er sich die Rolle des Tamino ohne Salzburg nicht mehr vorstellen kann, warum er immer noch Lampenfieber hat und was Premieren bei den Salzburger Festspielen mit Skifahren zu tun haben.

kreuz und quer: "Nur so wie die anderen - Transsexuell in Teheran" (20.15 Uhr)

In der islamischen Republik Iran ist Homosexualität mehr als verpönt - sexuelle Handlungen mit einem gleichgeschlechtlichen Partner werden sogar mit der Todesstrafe geahndet, weshalb homosexuelle Männer und Frauen ihre Beziehungen strikt geheim halten. Homosexualität gilt im Iran jedoch als Krankheit, nicht als Verbrechen, weshalb Ayatollah Chomeini im Jahr 1983 durch eine Fatwa, ein Rechtsgutachten, Geschlechtsumwandlungen ausdrücklich erlaubt hat. Viele Homosexuelle nutzen seitdem diese einzige Möglichkeit, um mit ihrem Wunschpartner zusammenleben zu können. In der gesellschaftlichen Realität sind damit jedoch keineswegs alle Probleme beseitigt - im Gegenteil. Die iranisch-amerikanische Filmemacherin Tanaz Eshaghian begleitete einige iranische Männer und Frauen, die sich in einer Spezialklinik der Geschlechtsumwandlung unterzogen haben, und zeigt, wie sie mit ihrer neuen Identität zurechtkommen und mit welchen Problemen sie nun konfrontiert sind. Der Film wurde 2008 mit dem Teddy Award und dem Amnesty International Film Prize ausgezeichnet.

kreuz und quer: "Gesichter des Islam: Wissen und Fortschritt" (21.10 Uhr)

Die islamische Welt war im Mittelalter jahrhundertelang eine kulturelle und wirtschaftliche Führungsmacht. In der Neuzeit und besonders im 20. Jahrhundert haben die islamischen Länder ihre Vorrangstellung in wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht sowie im Bereich Bildung und Wissenschaft eingebüßt. Liegt der tiefere Grund für den Stillstand in einer Zuwendung zum religiösen Fundamentalismus? Fehlen Beweglichkeit, Gedankenfreiheit, Selbstreflexion, die Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung? Braucht die islamische Welt eine Reformation und eine Aufklärung, wie sie in Europa stattfand? Oder sind solche Überlegungen europäischer Geistesimperialismus?
Der Film lässt führende muslimische Wissenschafter und Theologen zu Wort kommen. Er fragt nach den Bemühungen, die islamischen Quellen mit den Anforderungen der Moderne in Einklang zu bringen und der Vernunft wieder die Rolle im Glauben zu verschaffen, die sie schon einmal innehatte.

Treffpunkt Medizin: "Die Sprechstunde: Impfen - Ja oder Nein?" (21.55 Uhr)

In dieser Folge des 14-tägigen Gesundheits- und Informationsmagazins "Treffpunkt Medizin" nimmt Moderator Dr. Markus Voglauer die Schutzimpfung unter die Lupe - oder eher unters Mikroskop. Wie Impfstoffe grundsätzlich funktionieren, welche wichtigen Impfprogramme in Österreich angeboten werden, wie sinnvoll einzelne Impfungen überhaupt sind und ob sie für uns Menschen unter Umständen sogar gefährlich werden können - das sind Fragen, die heute ganz besonders im Fokus des Interesses stehen. Als kompetenter Gesprächspartner gibt Impfexperte und Tropenmediziner Prof. Herwig Kollaritsch u. a. Auskunft darüber, wie sicher unsere Impfstoffe sind, welche Nebenwirkungen es geben kann, in welchem Verhältnis diese Nebenwirkungen zu potenziell schweren Krankheitsverläufen bei Nichtimpfung - beispielsweise bei Masern - stehen oder auch, was eine hohe sogenannte Durchimpfungsrate für die Gesamtbevölkerung bedeutet. Als Tropenmediziner gibt Prof. Kollaritsch umfassende medizinische Tipps, was Fernwehgeplagte bei Auslandsreisen dringend beachten müssen.

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