Lehre ist nicht Leere

Auf viele frustrierte Schüler würde eine Karriere mit Lehre warten, betont Spartenobmann Kronlechner.

Klagenfurt (OTS) - Die Feststellung, dass jeder fünfte Lehrling
die Lehre ohne Lehrabschlussprüfung beende, könne aus der Sicht der Wirtschaft nicht unkommentiert hingenommen werden, stellte heute Klaus Peter Kronlechner, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Kärnten, als Reaktion auf die kürzlich veröffentlichte Statistik zur Lehrabschlussprüfung fest. Zum einem sei in den vergangenen Jahren das Ausbildungsniveau der Lehranfänger dramatisch gesunken, da die allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen viele potenziell geeignete Lehranfänger davon abhalten würden, eine Lehre zu beginnen. Andererseits würden viele Lehrlinge zwar die Lehre beenden, aber aus verschiedensten Gründen nicht zur Lehrabschlussprüfung antreten. Kronlechner: "Daraus jetzt den Schluss zu ziehen, dass die Lehrlingsausbildung grundsätzlich schlechter geworden sei, ist unverantwortlich vor allem gegenüber den vielen engagierten Lehrlingen und Lehrbetrieben, die gute Arbeit leisten und zur hohen Ausführungsqualität unserer Betriebe beitragen."

Faktum sei weiters, dass die Anforderungen an Lehrbetriebe und Lehrlinge ständig steigen, was insbesondere bei der Berufswahl zu einem Umdenken führen sollte. Viele frustrierte Schüler der weiterführenden Schulen wären bestens geeignet, mit einem Lehrabschluss tatsächlich Karriere mit Lehre zu machen, anstelle orientierungslos ein Massenstudium zu beginnen, das kaum berufliche Perspektiven biete. "Für den Berufsaufstieg durch die Lehre oder nach der Lehre gibt es zahlreiche Anreize wie etwa Lehre mit Matura, Werkmeisterausbildung oder die Meisterprüfung", unterstrich Kronlechner.

Grundsätzlich sei das österreichische duale Ausbildungssystem ein weltweites Vorzeigeprojekt, welches nicht schlecht geredet werden sollte. "Allein die Erfolge unserer Lehrlinge bei Berufs-, Welt- und Europameisterschaften sprechen für sich und damit auch für die Lehre als wichtigste Ausbildungsform für die Fachkräfte der Wirtschaft", stellte Kronlechner fest.

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