Europas drittgrößter Windpark entsteht im Burgenland

Angemessene Einspeisetarife sind längst überfällig

St. Pölten (OTS) - Das von der EWEA veröffentlichte Ranking der europäischen Windparks zeigt eines klar: Österreich ist ganz vorne mit dabei. Dies ist nicht zuletzt durch das neue Ökostromgesetz möglich. "Damit der Ausbau in Österreich auch weiterhin fortgesetzt werden kann, bedarf es jetzt rasch einer Weiterführung angemessener Einspeisetarife!" fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

In Andau im Burgenland entsteht gerade der drittgrößte Windpark Europas, wie das Ranking des europäischen Windverbandes EWEA zeigt. 79 Anlagen des Typs E-101 des Herstellers Enercon werden mit einer Gesamtleistung von 237 MW errichtet und speisen zukünftig sauberen Windstrom für rund 150.000 Haushalte ins burgenländische Stromnetz ein. Voraussichtlich 2014 wird der gesamte Windpark fertiggestellt sein und von Austrian Wind Power, ImWind und der Püspök-Gruppe betrieben. Das Planungsbüro EWS Consulting ist mit der Planung und Bauaufsicht betraut. Vergleicht man nur jene Windparks mit Anlagen der modernen 3 MW-Klasse ist Andau sogar der größte Windpark in Europa und dies wird bis zum Jahr 2016 so bleiben.

Burgenländischer Ausbau durch Ökostromgesetz möglich gemacht
Der burgenländische Ausbau wurde erst durch Änderungen des Ökostromgesetzes möglich gemacht. Der Windkraftanlagenausbau mit mehr als 500 MW Windkraftleistung konnte erst dadurch in Angriff genommen werden. Das Burgenland wird in den nächsten zwei Jahren seine Windkraftleistung mehr als verdoppeln. Ab 2014 wird das östlichste Bundesland mehr Ökostrom erzeugen als es selbst verbraucht, und somit erste Region weltweit sein, die sich zum Ökostromexporteur entwickelt hat.

Ökostrom ist erste Wahl im Energiebereich
Ökostrom ist nicht nur die bevorzugte Wahl für den europäischen Kraftwerksausbau. Im Ausbaurekordjahr 2011 war bereits 71,3% der neuen Erzeugungskapazität in der EU aus erneuerbaren Energien. Ökostrom ist die einzige Energieerzeugung die nebenbei den Großhandelspreis für Strom senkt. "Bereits jetzt ist die strompreissenkende Wirkung der erneuerbaren Energien auf dem Strommarkt offensichtlich" erklärt Moidl und ergänzt: "Der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien ist nicht nur möglich, sondern auch, allen Unkenrufen zum Trotz, wirtschaftlich profitabel."

Ökostromgesetz 2012 wäre ohne Einspeisetarife wirkungslos
Damit der Ökostromausbau nicht wieder gebremst oder abrupt beendet wird, warten alle Betreiber auf die Einspeisetarif-Verordnung. "Eine rasche Verordnung angemessener Einspeisetarife, zumindest in derzeit bestehender Höhe, ist hierfür wesentlich" betont Moidl und führt weiter aus: "In Zukunft ist leider mit erhöhten Kosten auf Grund neuer technischer Netzanforderungen an Windkraftanlagen, erhöhten Forderungen seitens der Netzbetreiber und verminderter Ertragssituation der zukünftigen Standorte zu rechnen". Daher würde eine Absenkung der Tarife die Ausbauziele des Ökostromgesetztes gefährden.

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