Morgen ist es so weit! "La Bohème"-Premiere mit Anna Netrebko und Piotr Beczala live-zeitversetzt ab 20.15 Uhr in ORF 2

Bildregisseur Brian Large möchte das ORF-Publikum verführen

Wien (OTS) - Unglaublich, aber wahr! In der 92-jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele kommt Giacomo Puccinis Meisterwerk "La Bohème" heuer erstmals in der Mozartstadt zur Aufführung - und der ORF ist, gleich im doppelten Sinne, bei dieser Premiere mit dabei. Live-zeitversetzt überträgt ORF 2 morgen, am Mittwoch, dem 1. August 2012, um 20.15 Uhr die Premierenvorstellung der starbesetzten zeitgenössischen Inszenierung von Damiano Michieletto unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti, der die Wiener Philharmoniker dirigiert. Von der erstklassigen Besetzung kann jedes renommierte Opernhaus nur träumen: Anna Netrebko überzeugt als Mimi, Piotr Beczala als Rodolfo und Nino Machaidze singt die Musetta. In rund 1.200 Schnitten will Meisterregisseur Brian Large, der für den ORF schon 20 Neujahrskonzerte und zahlreiche Opernhighlights erfolgreich ins Bild gesetzt hat, den Puccini-Klassiker im modernen Gewand dem ORF-Publikum näherbringen. Ob klassisch oder zeitgenössisch: "'La Bohème' kann immer verführen!", zeigt sich Large gestern, am Montag, dem 30. Juli, im Rahmen eines Pressegesprächs im Anschluss an die Generalprobe überzeugt.

Brian Large: "Keine 'Bohème' bisher war so wie diese"

"Ich habe schon einige 'Bohèmes' gemacht in meinem Leben, aber noch keine war so wie diese", sagt der vielfache preisgekrönte ORF-Bildregisseur, der heuer sein 30-jähriges Jubiläum in Salzburg begeht. Mehr als 600 Opern, Konzerte und Ballette hat der gebürtige Brite im Rahmen seiner Karriere weltweit in Szene gesetzt und wurde dafür u. a. schon zweimal mit dem Emmy-Award ausgezeichnet. "Normalerweise spielt die Handlung im 19. Jahrhundert in Paris, aber das hier ist eine 'Bohème' für 2012. Sie ist aufregend und flott, wunderbar, komisch und tragisch, voller Energie und vieler wunderschöner Momente", verspricht Brian Large, der bei der morgigen ORF-Übertragung insgesamt elf Kameras (zwei davon für das Rahmenprogramm) dirigieren wird: "Wir hoffen, damit auch viele junge Menschen anzuziehen."

Das Um und Auf der ORF-Übertragung: Die Sprache der Augen

Als große Herausforderung bei der ORF-Übertragung bezeichnet Regisseur Brian Large die Lichtverhältnisse auf der Bühne. "Es wird viel Rücklicht verwendet, was nicht ideal ist für die Close-up-Einstellungen, die wir im Fernsehen benötigen. Wir müssen gute Close-ups haben, um die Augen zu sehen. Denn die Sänger sprechen mit ihren Augen. Es dreht sich alles um den Kontakt zwischen den Augen der Sänger und ihre Berührungen. Aber es ist ein ständiger Work in progress und wir werden einen guten Kompromiss finden zwischen den Anforderungen von Bühne und Fernsehen", so Large. Sein größtes Ziel:
"Ich möchte die Menschen in eine emotionale Stimmung bringen. Ich möchte, dass die Leute weinen. Es soll etwas ganz Besonderes werden."

ORF-Kulturchef Martin Traxl über Anna Netrebkos zehnjähriges Jubiläum in Salzburg

So mancher Besucher der Generalprobe hat tatsächlich die eine oder andere Träne zerdrückt. Auch ORF-Kulturchef Martin Traxl zeigt sich emotional: "Ich war schon sehr angerührt danach. Geweint habe ich allerdings nicht, weil ich zu sehr mit der Frage beschäftigt war, wie das Ganze dann am Schirm ausschauen wird. Wir sind derzeit sehr gefordert, was das Licht betrifft", so Traxl. Dass sich der ORF, der heuer mit insgesamt sieben Großproduktionen mehr aus Salzburg produziert als je zuvor, für die Übertragung der "La Bohème" entschieden hat, hatte mehrere Gründe - u. a. die erstklassige Besetzung. "Bei der 'Bohème' war das natürlich aufgelegt. Ich kann mich noch gut erinnern, als vor zehn Jahren Anna Netrebkos Stern (Anm. in Mozarts 'Don Giovanni') über Salzburg aufgegangen ist. Die Mimi in der 'Bohème' ist wirklich eine tolle Rolle, um das zehnjährige Jubiläum zu begehen - und wie maßgeschneidert für sie. Sie steht auf der Bühne und singt, dass es eine wahre Freude ist. Die Musik fließt nur so durch sie hindurch", schwärmt Traxl.
Dass Puccinis Musik bzw. Netrebkos Töne bei der morgigen Premieren-Übertragung auch durch die Herzen des ORF-Publikums fließen mögen, das wünschen sich alle Beteiligten.

Traxl: "Sehr kleines Team, das hier alles in der Hand hat"

Salzburger Festspiele 2012 im ORF: Aus der Mozartstadt produziert der ORF heuer so viel wie nie zuvor, darunter hochkarätige Konzert- und Opernhighlights wie eben Giacomo Puccinis Meisterwerk "La Bohème", aber auch die Neuinszenierung von Mozarts "Die Zauberflöte" (am 6. August in ORF 2) oder die eher unbekannte Urfassung von Strauss' "Ariadne auf Naxos" (am 5. August in 3sat). Das große ORF-Salzburg-Paket umfasst mehr als 100 Programmstunden in TV und Radio. "In dieser Quantität haben wir noch nie aus Salzburg berichtet. Es ist fantastisch zu sehen, mit welcher Freude hier gearbeitet wird. Wir sind ein sehr kleines Team, das alles in der Hand hat, und es grenzt fast an ein Wunder, dass wir mit dieser kleinen Mannschaft all das realisieren können. Wir gehen heuer an unser Limit", so Traxl.

Die ORF-Übertragung von "La Bohème" startet - live-zeitversetzt - um 20.15 Uhr in ORF 2. Ö1 überträgt live schon ab 19. 30 Uhr. ORF-Kulturlady Barbara Rett entführt die Zuseher in ORF 2 in die Welt der Oper. In der Pause blicken Peter Schneeberger und Barbara Pichler-Hausegger mit kurzen Beiträgen hinter die Kulissen der Bühne und lichten die Schleier von Puccinis Frauenfiguren.

Mehr Informationen zu den Salzburger Festspielen 2012 im ORF sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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