ÖGB-Foglar: Rechtsanspruch auf Bildungskarenz notwendig

Höheres Weiterbildungsgeld für niedrig Qualifizierte

Wien (OTS/ÖGB) - Die Bildungskarenz ist eine wichtige Maßnahme, um ArbeitnehmerInnen Lebenslanges Lernen (LLL) zu ermöglichen. Die aktuellen Reformvorschläge von ÖAAB sowie von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sieht ÖGB-Präsident Erich Foglar als durchaus diskussionswürdig, verweist aber auf die Forderungen des ÖGB für die Verbesserung der Bildungskarenz:

"Damit auch Menschen mit geringer Qualifikation und niedrigerem Einkommen in Bildungskarenz gehen können, muss das Weiterbildungsgeld erhöht werden", sagt Foglar. Derzeit entspricht die Höhe des Weiterbildungsgelds dem fiktiven Arbeitslosengeld. "Viele Menschen, die sich gerne weiterbilden würden, können es sich schlicht nicht leisten, auf einen wesentlichen Teil ihres Einkommens zu verzichten", so Foglar.

Zudem fordert Foglar, dass ArbeitnehmerInnen nach einer bestimmten Beschäftigungszeit einen Rechtsanspruch auf Bildungskarenz erhalten:
"Sonst ist wieder nur vom Arbeitgeber abhängig, wer sich weiterbilden darf und wer nicht."

Konkret fordert Foglar höheres Weiterbildungsgeld zumindest für gering qualifizierte und ältere ArbeitnehmerInnen sowie die Förderung der Ausbildungskosten während der Bildungskarenz für Personen mit geringer Qualifikation. Notwendig ist außerdem ein Kündigungsschutz während der Bildungskarenz.(fk/ch)

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