Oesterreichs Energie: Strompreise stiegen langsamer als Inflation

Strom für Haushalte kostete in Österreich 2011 im Schnitt 7,3 Cent

Wien (OTS) - Als haltlose Meldung aus dem Sommerloch bezeichnete Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, Behauptungen der Arbeiterkammer zum Thema Strompreis. Schmidt: "Seit 2008 stiegen die Preise allgemein um rund acht Prozent und selbst die Arbeiterkammer kommt in ihrem Strompreismonitor auf eine Erhöhung der Strompreise von durchschnittlich sieben Prozent. Somit wurde Strom real sogar um einen Prozentpunkt billiger, während andere Energieformen massiv im Preis zulegten".

Auch die Behauptung, dass ein Rückgang der Großhandelspreise seit 2008 nicht weitergegeben worden sei, ist laut Oesterreichs Energie falsch. Schmidt: "Der willkürliche Vergleich mit dem Preisniveau im Juli 2008, dem absoluten Höhepunkt einer Hochkonjunktur, die zu einer kurzfristigen Verdoppelung der Börsennotierungen führte, ist einfach unzulässig." Diese Preisspitzen wurden nie an den Endkunden weitergegeben, und könnten daher auch nicht als Argument verwendet werden. Zurückzuweisen sei auch die Unterstellung, die E-Wirtschaft würde die neue Ökostromregelung nicht rechtskonform umsetzen. Schmidt: "Selbst im Preismonitor der Arbeiterkammer gibt es mit einer Ausnahme bei allen untersuchten Unternehmen Preissenkungen um bis zu knapp 0,7 Prozent."

Österreichs Strompreise im europäischen Mittelfeld

Im Jahr 2011 kostete Strom in Österreich im Schnitt 7,3 Cent pro Kilowattstunde. Das sind nur 37 Prozent des Gesamtpreises von 19,7 Cent, denn zwei Drittel des Strompreises entfallen auf Netzkosten, Steuern und Abgaben. Auch nach dem heute von der E-Control veröffentlichten Household-Energy-Price-Index (HEPI) liegt Österreich im Mittelfeld der EU-15 und unter dem EU-Schnitt von 19,85 Cent pro Kilowattstunde (inklusive Netz und Gebühren/Steuern). Im Durchschnitt der untersuchten Länder stiegen die Strompreise zuletzt ebenfalls stärker als in Österreich.

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