Bayr zu Steinigung in Mali: Menschenverachtende religiöse Rechtsauslegung hat im 21. Jahrhundert keinen Platz

Einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen Personen dürfen nicht kriminalisiert werden

Wien (OTS/SK) - Diversen Medienberichten zufolge wurde gestern, Sonntag, ein junges Paar in Mali durch Steinigung hingerichtet. Dem Paar wurde Ehebruch vorgeworfen. Der Norden Malis wird seit den Aufständen im Frühling von radikalen Islamisten kontrolliert, die in der Rechtsprechung die Scharia anwenden. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, verurteilt das Vorgehen auf das Schärfste: "Es ist menschenverachtend, ein junges Paar wegen angeblichen Ehebruchs zum Tode zu verurteilen. Die Methode der Steinigung ist zudem besonders grausam und wegen der Qualen als Folter zu bewerten. Zudem spreche ich mich vehement gegen die Kriminalisierung einvernehmlicher sexueller Beziehungen zwischen erwachsenen Personen aus." ****

Erst vor wenigen Wochen ging der Fall einer jungen Sudanesin durch die Medien, die ebenso wegen angeblichen Ehebruchs durch Steinigung zum Tode verurteilt wurde. Laut Berichten von u.a. Amnesty International wurde die junge Mutter wegen mangelnder Beweise freigelassen. "Ich bin sehr froh, dass dieser Fall zu einem guten Ende gekommen ist und die Steinigung verhindert werden konnte. Grundlegend ist aber zu kritisieren, dass Ehebruch im Sudan mit Steinigung sanktioniert wird. Das ist einfach untragbar und widerspricht menschenrechtlichen Konventionen, denen auch der Sudan zugestimmt hat. Ich rufen den Sudan auf, internationale Frauenrechte - ist gleich Menschenrechte - zu respektieren," stellt Bayr gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. (Schluss) bj

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