BZÖ-Bucher: Fekter sieht bei zu hohen Zinssätzen für Dispo-Kredite tatenlos zu

"Es muss eine gesetzliche Begrenzung der Überziehungszinsen sowie eine Begrenzung der Differenz, die zwischen Positiv- und Negativzinsen liegen darf, geben."

Wien (OTS) - "Finanzministerin Fekter sieht bei den derzeitig viel zu hohen Zinssätzen für Dispo-Kredite tatenlos zu. Warum die Finanzministerin bei diesem extremen Wucher nicht handelt, ist völlig schleierhaft. Insbesondere bei Banken, die noch Milliardenhilfen halten, ist Fekter den Steuerzahlern gegenüber verpflichtet, einzuschreiten. Denn diese Milliarden-Staatshilfen haben die Banken letztlich von den Steuerzahlern. Diese Banken greifen damit schamlos in die Taschen ihrer "Krisenhelfer"", kritisiert BZÖ-Chef Josef Bucher.

"Überzieht man beispielsweise sein Gehaltskonto bei bestimmten "Wucherbanken", so werden über 13 Prozent Überziehungszinsen verlangt. Umgekehrt bekommt man von diesen Banken lediglich 0,125 Prozent Guthabenzinsen, von denen man auch noch 25 Prozent Steuern an die Finanzministerin zahlen muss. An einem konkreten Beispiel lässt sich diese Schamlosigkeit der Banken verdeutlichen:
Wenn man beispielsweise ein Jahr lang 2000 Euro auf seinem Konto hat, bekommt man 2,50 Euro bzw. nach Abzug der Steuern 1,875 Euro. Demgegenüber kassiert aber die Bank bei einem Prozentsatz von 13 Prozent 260 Euro, wenn man mit dem gleichen Betrag in gleichem Zeitraum im Minus ist", erklärt Bucher.

Bucher verweist in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Diskussion in Deutschland, wo die SPD die Banken per Gesetz dazu zwingen will, die Zinsen für Dispo-Kredite zu beschränken. "Die Finanzministerin muss daher die österreichische Bevölkerung über die bestehenden Preisunterschiede informieren und auf der Seite des Finanzministeriums eine tagesaktuelle Übersicht führen. Zudem muss es eine gesetzliche Begrenzung der Überziehungszinsen sowie eine Begrenzung der Differenz, die zwischen Positiv- und Negativzinsen liegen darf, geben- diese soll bei fünf Prozent liegen", fordert Bucher.

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