SOS Mitmensch: Erhöhung der Grundversorgung wichtiger erster Schritt

Aber umfassendes Paket zur Beseitigung der teils desaströsen Asyl-Versorgungslage notwendig

Wien (OTS) - SOS Mitmensch ist erfreut darüber, dass die Protestwelle gegen die teils katastrophale Versorgungslage von Asylsuchenden in Österreich nicht ohne Wirkung geblieben ist. Mehr als 1200 Menschen haben in den letzten Tagen ein Protestmail an die Landeshauptleute und die Innenministerin versendet.

"Die Ankündigung einer neuen Bund-Länder-Vereinbarung zur Grundversorgung ist ein wichtiger erster Schritt, der aber zur Problemlösung nicht ausreichen wird. Ohne Festlegung österreichweiter Mindeststandards für die Versorgung von Asylsuchenden und ohne unabhängige Kontrollen kann sich eine Versorgungsschande, wie sie jetzt noch immer stattfindet, jederzeit wiederholen. Die Politik muss sich endlich dazu bekennen, Asylsuchende wie vollwertige Menschen und nicht wie Ballast zu behandeln. Das Recht auf Asyl ist ein Schlüsselrecht unserer Gesellschaften und der Umgang mit Asylsuchenden ein Elchtest für unseren demokratischen Reifegrad. Diesen Test haben wir noch nicht bestanden", betont Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

SOS Mitmensch fordert die Anhebung sämtlicher seit 2004 unveränderten Versorgungskostensätze für Asylsuchende sowie die Erfüllung der vereinbarten Asylquoten. Darüber hinaus brauche es österreichweite Mindeststandards und unabhängige Kontrollen bei der Asylwerberunterbringung. Weiters solle zur Förderung der Selbsterhaltungsfähigkeit von Asylsuchenden der Zugang zum Arbeitsmarkt spätestens 6 Monate nach Asylantragsstellung ermöglicht werden.

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Alexander Pollak
Tel: 0664 512 09 25
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