• 27.07.2012, 20:37:33
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Neues Volksblatt: "Scherbenhaufen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. Juli 2012

Linz (OTS) - Äußert sich Bundespräsident Heinz Fischer zu
tagespolitischen Fragen, dann wählt er wie man weiß seine Worte stets
mit Bedacht. Wenn er im SN-Interview daher von der "Causa
Haider-Martinz-Birnbacher" spricht, wird er das wohl sehr bewusst so
gesagt haben. Fischer spannt den Bogen vom Heute an den Ausgangspunkt
der aktuellen Kärntner Situation. Die große blaue (und später orange)
Galionsfigur hat ihnen nicht jenes blühende Land hinterlassen, als
das die politischen Erben Jörg Haiders Kärnten naturgemäß gerne
darstellen. Hypo-Desaster samt Staatshaftung, horrende Verschuldung
des Landes, Sparzwang an allen Ecken und Enden sprechen eine andere
Sprache als Dörfler & Co. in ihren Sonntagsreden. Und auch wenn,
bitter genug, mit Josef Martinz auch die ÖVP in die Sache involviert
ist: im Zentrum stehen jene, die sich als Saubermänner gerieren - ob
sie nun Dörfler, Scheuch oder Strache heißen. "Ich werde seine
politischen Eckpfeiler in seinem Sinne weiterverfolgen", sagte
Dörfler über den verstorbenen Haider, Strache wiederum war überzeugt,
nur die FPÖ könne das "Erbe" von Haider "retten und bewahren". Und
Scheuch prahlte: "Ich führe das Erbe Jörg Haiders in den sicheren
Hafen der freiheitlichen Zukunft".
In Wirklichkeit nennen sie einen Scherbenhaufen ihr Eigen.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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