Asylwerber-Unterbringung: 1000 Protestmails in nur 48 Stunden!

Protestwelle gegen desaströse Versorgungslage von Asylsuchenden

Wien (OTS) - "Beenden Sie diese Schande!" Mit diesen Worten wurden in den letzten 48 Stunden die neun Landeshauptleute und die Innenministerin mehr als 1000mal dazu aufgefordert, die Asyl-Unterbringungsmisere zu beenden und menschenwürdige Zustände im Asylwesen sicherzustellen. Die Protestierenden folgten damit einem Aufruf von SOS Mitmensch.

Ziel der Protestaktion ist die Lösung der teils katastrophalen Unterbringungs- und Versorgungssituation von Asylsuchenden in Österreich. Viele AsylwerberInnen sitzen in ungeeigneten Massenunterkünften und gesundheitsgefährdenden Quartieren fest und werden darüber hinaus nur mangelhaft verpflegt. Zudem wird ihnen durch die Arbeitsmarktblockade die Möglichkeit der Selbsterhaltung genommen.

"Es ist eine Riesenschande: Teile der Politik versinken in Korruptionsaffären, bei denen mit Millionenbeträgen jongliert wurde, und es sind teilweise die gleichen Leute, die den Schwächsten in Österreich eine menschenwürdige Versorgung und die Möglichkeit der Selbsterhaltung verweigern", zeigt sich Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, empört.

SOS Mitmensch fordert die Anhebung der seit 2004 unveränderten Versorgungskostensätze für Asylsuchende sowie die Erfüllung der zwischen Bund und Länder vereinbarten Asylquoten. Darüber hinaus brauche es österreichweite Mindeststandards und unabhängige Kontrollen bei der Asylwerberunterbringung. Weiters solle zur Förderung der Selbsterhaltungsfähigkeit von Asylsuchenden der Zugang zum Arbeitsmarkt spätestens 6 Monate nach Asylantragsstellung ermöglicht werden.

Rückfragen & Kontakt:

Alexander Pollak
Tel: 0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
www.sosmitmensch.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SMM0001