ÖGB zu FLAF: Schuldenabbau durch wertschöpfungsbasierte Finanzierung

Inflationsanpassung dringend erforderlich

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Finanzierung des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) muss dringend neu gestaltet werden", sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht. Der FLAF hat zwei grundsätzliche Probleme: "Die Einnahmen des FLAF kommen überwiegend aus Geldern der Unselbstständigen. Die Ausgaben kommen aber auch denjenigen zugute, die nichts einzahlen, etwa Bauern und Selbständige", so Ruprecht. Der ÖGB fordert daher eine wertschöpfungsbasierte Finanzierung des FLAF: "Damit würden alle Unternehmen einen gerechten Beitrag leisten, die Benachteiligung beschäftigungsintensiver Branchen hätte ein Ende."

Der FLAF weist seit Jahren ein Defizit auf. "Statt die Finanzierung zu reformieren, wurden dem FLAF in den vergangenen Jahren aber noch zusätzliche Ausgaben auferlegt", sagt Ruprecht. Damit Familie und Beruf besser vereinbar sind, sollte die Familienpolitik künftig mehr Sachleistungen anbieten. Ruprecht: "Ein gewisser Prozentsatz der Einnahmen aus dem FLAF muss zweckgebunden für die Kinderbetreuung verwendet werden. Derzeit fehlen vor allem Betreuungsangebote für Kinder im Alter von unter drei Jahren sowie im ländlichen Bereich. Kinderbetreuungseinrichtungen in Betrieben müssen ebenfalls verstärkt gefördert werden."

Auch die von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner angekündigte Inflationsanpassung der Familienbeihilfe würde die Vereinbarkeit verbessern. "Mit dem Stabilitätspaket haben Familien viel Geld verloren. Die Valorisierung der Familienbeihilfe ist daher nur sinnvoll."

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