WKÖ: FLAF auf seine Kernkompetenzen fokussieren

Gleitsmann: Finanzielle Neuordnung des Fonds wäre höchst an der Zeit

Wien (OTS/PWK510) - Dass beim Familienlastenausgleichsfonds
(FLAF) Umstrukturierungen dringend anstehen, steht aus Sicht der Wirtschaft außer Zweifel. "Eine finanzielle Neuordnung des verschuldeten Fonds im Sinne von Leistungstransparenz und Treffsicherheit wäre höchst an der Zeit", begrüßt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heutige Aussendung von Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes. Die Aussagen wurden auch von der von Familienminister Reinhold Mitterlehner bereits Ende 2011 präsentierten IHS-Studie bestätigt.

In den vergangenen Jahrzehnten seien diverse Leistungen in den FLAF verlagert worden, die an der eigentlichen Ausrichtung des Fonds, nämlich der Gewährleistung von familienbezogenen Leistungen und dem horizontalen Lastenausgleich zwischen jenen, die aktuell für Kinder Verantwortung tragen und jenen, für die dies nicht zutrifft, vorbei zielen, erläutert Gleitsmann. "Die Förderung der Familien ist ein allgemeines gesellschaftliches Anliegen, deshalb sollte auch die Finanzierungsbasis entsprechend breit ausgestaltet sein."

Der Familienlastenausgleichsfonds wird bekanntlich zu rund 80 % aus Dienstgeberbeiträgen finanziert. Gleitsmann: "Damit diese Mittel genau dort eingesetzt werden, wo sie hingehören, nämlich für die Unterstützung von Familien, sollte man sich auf die zweckgebundene Gebarung des Fonds fokussieren und diesen nicht für immer mehr Fremdleistungen strapazieren. Nur dann können junge Menschen auch noch in den nächsten Jahrzehnten jene Unterstützung aus dem Fonds erhalten, die sie brauchen, um den Schritt einer Familiengründung zu tun", betont Gleitsmann und verweist in diesen Zusammenhang auf die Forderung der Wirtschaftskammer, das Wochengeld für Unternehmerinnen an jenes der unselbständig Beschäftigten anzugleichen. (PM)

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