"Report" am 24. Juli: Balanceakt direkte Demokratie

Wien (OTS) - Gabi Waldner präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 24. Juli 2012, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Balanceakt direkte Demokratie

In Graz wollte der Bürgermeister seine Politik von den Bürgern absegnen lassen und ist gescheitert. In Wien zögert die Stadtregierung mit einer Volksbefragung zur Parkraumbewirtschaftung. Alle Parteien sind für mehr Volksabstimmungen, aber die Ergebnisse sollten möglichst wenig Schwierigkeiten bereiten und den Politikern gleichzeitig heikle Entscheidungen abnehmen. Alexander Sattmann berichtet über den Balanceakt der Politik beim heiklen Thema direkte Demokratie.

Beschneidungs-Debatte

Ein Thema, das wenige betrifft, scheint alle zu interessieren: die religiöse Beschneidung von Buben. In Österreich ist dieser Brauch legal, dennoch löste ein Urteil des Landesgerichts Köln, das ihn als strafbare Körperverletzung bewertete, auch hierzulande heftige Diskussionen aus. Zu Wort melden sich vor allem Beschneidungsgegner, Juden und Muslime finden sich zu ihrem Erstaunen in einer gemeinsamen Front, die heftige Auseinandersetzung belebt alte Ängste und Vorurteile, doch sie übersieht, was die Betroffenen an diesem Ritual für diskussionswürdig halten. Münire Inam und Helga Lazar analysieren, warum diese hitzige Debatte seit Wochen nicht abkühlt.

Integration in Blau

Sprachkenntnisse gelten als der Schlüssel zur Integration. Doch wie bringt man Menschen mit fremder Muttersprache die nötigen Deutschkenntnisse bei, mit Druck und Drohungen - oder Förderung? Darüber wogt seit langem ein heftiger Streit. In der Vorarlberger Gemeinde Nenzing läuft seit fünf Jahren ein vielschichtiges Sprachprojekt, das ganz auf Förderung und Zusammenarbeit von Menschen verschiedener Muttersprache setzt. Ungewöhnlich ist, dass ein FPÖ-Bürgermeister dieses vorbildliche Projekt initiiert hat. Ein Bericht von Marion Flatz.

Kreisverkehr gegen Würstelstand

Seit Jahren kämpft ein Würstelstandbesitzer gegen die Stadt Salzburg. Der Bürgermeister hat den Budenbesitzer enteignen und den Würstelstand entfernen lassen - mit der Begründung, an diesem Platz sei ein Kreisverkehr nötig. Der sogenannte "Würstel-Wolf" setzt sich zur Wehr und zieht vor Gericht. Nun hat das Landesgericht gesprochen. Die Stadt muss den Kreisverkehr rückbauen und den ursprünglichen Zustand wiederherstellen. Sebastian Fellner und Ernst Johann Schwarz berichten vom Kampf eines Würstelstandbesitzers gegen die Übermacht der Behörde.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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