Aids-Medikamente retten nicht nur Leben

Durch fachgerechte Behandlung können sich in Indien HIV-Patienten wieder selbst versorgen

Wien (OTS) - Der Einsatz von anti-retroviralen Medikamenten hilft nicht nur das Leben von HIV-positiven Patienten zu retten, sondern wirkt sich auch erfolgreich in der Armutsbekämpfung bei von HIV/Aids betroffenen Familien aus.

Auf diesen Aspekt macht die ASHA- Foundation, eine indische Partnerorganisation der Kindernothilfe Österreich, aufmerksam. In einer heute auf der Internationalen Aids Konferenz Aids 2012 in Washington vorgestellten Präsentation verweist sie auf die große Bedeutung der anti-retroviralen Therapie für die Verbesserung der sozialwirtschaftlichen Stellung von HIV-positiven Menschen in Indien.

Dr. Glory Alexander von der ASHA-Foundation, die 2010 auf Einladung der Kindernothilfe an der Aidskonferenz in Wien teilgenommen hat, unterstreicht die zentrale Rolle einer verlässlichen Medikamentenversorgung im erfolgreichen Kampf gegen Aids. Dr. Alexander berichtet im Interview mit der Kindernothilfe Österreich, dass es ihrer Organisation seit 2010 durch den Einsatz von anti-retroviralen Medikamenten gelungen ist, 3.600 erkrankte Erwachsene und 160 HIV-positive Kinder umfassend und fachgerecht zu betreuen.

Der Gesundheitsstatus vieler erwachsener Patienten hat sich seither soweit verbessert, dass sie wieder selbst für sich und ihre Familien sorgen können. Bei 51 betroffenen Familien konnte überdies eine 10%ige Steigerung des jährlichen Familieneinkommens erreicht werden.

Weiters wurden an 18 mit Aids lebende Menschen neue Arbeitsplätze vermittelt. 61 Betroffene, die sich in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen haben, wurden durch Mikrokredite unterstützt, um ihnen einen Weg zur Selbsthilfe aus der Armut zu ermöglichen.

Die indische Regierung hat über 300 Behandlungszentren für HIV-positive Menschen eingerichtet, in denen seit 2004 die benötigten Medikamente gratis abgegeben werden. Die größten Herausforderungen, so Dr. Alexander, bleiben die weiterhin hohen Kosten der fachgerechten Behandlung sowie der Patentschutz für neue und bessere Medikamente. Sie hofft, dass es der indischen Regierung und den Nichtregierungsorganisationen wie der Kindernothilfe in der Folge von Aids2012 gelingen wird, von den internationalen Pharmafirmen Lizenzen für die Produktion von neuen und billigeren Generika zu erwirken.

Nähere Informationen zur Aids-Arbeit und Projekten der Kindernothilfe Österreich unter: http://www.kindernothilfe.at/HIV_und_Aids.html

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Kindernothilfe Österreich
Gottfried Mernyi
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