"Universum"-Zweiteiler zeigt verblüffende Fähigkeiten im Tierreich

"Tierische Genies" ab 24. Juli im ORF

Wien (OTS) - Hunde, die Skateboard fahren, Brieftauben, die Leben retten, Papageien, die sprechen. Tiere sind schlau, lernfähig, clever und damit echte Intelligenzbestien - sie können viel mehr als wir denken und sind uns Menschen in manchen Dingen sogar haushoch überlegen. "Universum" zeigt mit der zweiteiligen BBC-Dokumentation "Tierische Genies" von Simon Bell (deutsche Bearbeitung: Caroline Tann) am 24. und 31. Juli 2012 jeweils dienstags um 20.15 Uhr in ORF 2 verblüffende Fähigkeiten im Tierreich:

Tierische Gehirne sind zu überraschenden Höchstleistungen in der Lage: Brieftauben haben die Fähigkeit, ganze Landschaften gleichsam einzuscannen und später wiederzuerkennen - so waren sie im Zweiten Weltkrieg unverzichtbare Boten für militärische Nachrichten. Ihr außerordentliches Talent hat in manchen Fällen sogar Menschenleben gerettet und den gefiederten Postboten daraufhin prunkvolle Orden eingebracht. Heute belegt die einzigartige Auswertung moderner GPS-Daten bei der Ausbildung renntauglicher Brieftauben, wie die Vögel lernen, sich in Landschaften zurechtzufinden. Anstelle von Orden streichen die besten Vögel nun für ihre Besitzer fette Siegesprämien ein.

Dass Not erfinderisch macht, zeigt sich auch im Tierreich: Anstatt seinen Appetit sofort zu stillen, bastelt ein hungriger Reiher aus einem Stück Brot einen Köder und fängt damit etwas später einen fetten Fisch. In einem Wettkampf, bei dem es für Meisen darum ging, Würmer unter einer Glasplatte herauszuholen, hatten die Vögel aus der Eiswüste Alaskas die Nase vorn. Verwöhnte Meisen aus dem sonnigen Kansas dagegen scheiterten kläglich an der Aufgabe.

Wie kommt es, dass Papageien nicht nur in der Lage sind zu sprechen, sondern auch Formen, Farben und Materialien bewerten und unterscheiden können? Dass Schimpansen nicht nur richtige Zahlenreihenfolgen erkennen, sondern auch exzellente Memory-Spieler sind? An vielen Beispielen zeigt sich, dass die tierische Intelligenz scheinbar kaum Grenzen kennt. Das erstaunliche Ergebnis der meisten Wettkämpfe: Die praktische Intelligenz von Tieren ist der menschlichen teilweise sogar überlegen, vor allem wenn es um den Gebrauch von Werkzeugen geht, denn damit können sie sich im Wettkampf des Lebens entscheidende Vorteile verschaffen.

In einem einzigartigen gefilmten Zoo-Experiment wird ein Orang-Utan mit einem Problem konfrontiert: Am Ende eines Rohrs liegt eine verlockende Erdnuss. Diese allerdings ist unerreichbar, denn seine Hände passen nicht durchs Rohr und es gibt keine Werkzeuge zur Hilfe. Zoo-Besucher werden vor dasselbe Problem gestellt und zerbrechen sich den Kopf - allerdings ohne Erfolg. In der Zwischenzeit schlurft der Orang-Utan davon, füllt sein Maul mit Wasser vom Wasserspender, spuckt es in das Rohr - und die Erdnuss schwimmt an die Oberfläche!

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