"Auf einem Atem/Bogenstrich" - das ORF RSO Wien und Heinz Holliger in Salzburg

Wien (OTS) - Mit Heinz Holliger als Komponist, Solist und Dirigent gastiert das ORF RSO Wien bei den Salzburger Festspielen am 28.7. (in Ö1 am 8.8., 19.30 Uhr) und ab 10.8. im Theater an der Wien mit Rossinis "La donna del lago", einer Koproduktion mit dem Grand Théâtre de Genève in der Regie von Christof Loy. Ö1 sendet den Premierenmitschnitt am 11.8. um 19.30 Uhr.

Was im 19. Jahrhundert Paganini für die Violine, Liszt oder Chopin fürs Klavier waren, das ist Holliger im 20. Jahrhundert für die Oboe. Im Rahmen der Salzburger Festspiele tritt der Musiker aber auch als Konzeptionist in Erscheinung und kontrastiert im Konzert mit dem ORF RSO seine eigene Musik mit der von Witold Lutoslawski und Bernd Alois Zimmermann. 1980 schrieb Witold Lutoslawski für Heinz und Ursula Holliger ein Doppelkonzert für Oboe, Harfe und Streicher, zehn Jahre davor ein Cello-Konzert für Mstislaw Rostropowitsch. Beide Werke stehen am Beginn und Ende des Abends. Die Solisten sind Anita Leuzinger (Cello), Heinz Holliger (Oboe) und Ursula Holliger (Harfe). "Auf einem Atem/Bogenstrich so langsam und leise wie möglich, legatissimo" mögen die Streicher gleich zu Beginn des Stückes spielen und einen "schattenhaften brüchigen Klang" hervorbringen. Er wird verebben, aber nicht ohne mit "letztem Atem, stoßweise, zitternd" geworden zu sein, gespielt "mit äußerster Bogenspitze, stockend, zitternd (wie in Atemnot)": 1974/75 entwirft Heinz Holliger einen knapp 20-minütigen "Atembogen" und zieht dabei alle Register der, seit den 60er Jahren umfassend erprobten erweiterten Spieltechniken. Das dritte Konzert des Abends ist Bernd Alois Zimmermanns "Nobody knows de trouble I see" mit Hakan Hardenberger an der Trompete - "... the best trumpet player in the galaxy..." laut "The Times". Das Konzert in der Reihe "Salzburg contemporary" findet am 28.7. um 20.30 Uhr in der Kollegienkirche statt. Ö1 sendet den Mitschnitt am 8. August um 19.30 Uhr.

"Das Thema ist ein bisschen romantisch, aber es scheint mir, Effekt zu machen", schrieb Gioachino Rossini nach Vollendung von "La donna del lago" an seine Mutter. Schon bald nach der Premiere 1819 in Neapel avancierte das auf einem Gedicht von Walter Scott basierende Werk zu einer der beliebtesten Opern Rossinis. Ort der Handlung ist Schottland des 16. Jahrhunderts, wo die Highlander gegen König James V. (Giacomo V.) rebellierten. Der junge britische Dirigent Leo Hussain übernimmt die musikalische Leitung der Koproduktion mit dem Grand Théâtre de Genève und für die Regie zeichnet mit Christof Loy einer der gefragtesten Opern- und Schauspielregisseure seiner Generation verantwortlich. Mit Malena Ernman (Elena), Luciano Botelho (Giacomo), Gregory Kunde (Rodrigo), Varduhi Abrahamyan (Malcom), Maurizio Muraro (Douglas d`Angus), Benedicte Tauran (Albina) und Erik Arman (Serano). Premiere ist am 10. August um 19.30 Uhr. Weiter Vorstellungen folgen am 12., 14., 17. und 19. August. Österreich 1 sendet den Premierenmitschnitt am 11.8. um 19.30 Uhr. Details zum Programm des RSO Wien sind abrufbar unter rso.ORF.at.

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