APROPOS HUNDSTAGE: ÖAMTC und Wiener Tierschutzverein appellieren: Hunde bei Hitze auf keinen Fall im Auto lassen

Bereits ab 20 Grad Außentemperatur droht der Tod

Wien (OTS) - Viele Hundebesitzer wollen sich bei den alltäglichen Besorgungen und auch im Urlaub nicht von ihrem Liebling trennen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen den Hund im Auto mitzunehmen -vorausgesetzt man trifft gewisse Vorkehrungen und man lässt den Vierbeiner nicht alleine im Auto. "Über das Jahr gesehen, werden unsere Pannenfahrer durchschnittlich bis zu vier Mal pro Monat zu einem Einsatz gerufen, bei dem ein Tier im Auto eingeschlossen wurde", berichtet Harald Mlinarik, stellvertretender Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. "Meistens rufen die Besitzer selbst an, weil sich das Auto versehentlich verschlossen hat. Vor allem bei der derzeitigen Hitze muss dann rasch reagiert werden."

Schon ab 20 Grad Außentemperatur droht Tieren im Auto der Tod, denn das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad aufheizen. Es sollte sich daher von selbst verstehen, Hunde niemals - auch nicht für kurze Zeit - allein im Auto zurückzulassen. "Doch leider werden auch diesen Sommer wieder viele Hunde durch Hitzeschlag qualvoll im Auto sterben. Es reichen schon wenige Minuten aus, um den Hund im verschlossenen Auto in praller Sonne in eine lebensbedrohende Situation zu bringen", so Eva Hercsuth vom Wiener Tierschutzverein.

Hund im Backofen: Vorbeugende Maßnahmen und Erste Hilfe im Notfall

Dachfenster, oder ein Fenster, das nur einen Spalt offen ist, kühlt nicht ausreichend! Hunde regulieren ihren Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, das heißt die Körpertemperatur steigt an. "Erste Anzeichen eines Hitzeschlages sind Unruhe, eine weitherausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln und Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislauf-beschwerden auf", erklärt Eva Hercsuth. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock und zu Bewusstlosigkeit führen kann.

Der Wiener Tierschutzverein und der ÖAMTC appellieren daher, Tiere auf keinen Fall im Auto zu lassen und im Notfall mit folgenden Erste Hilfe-Maßnahmen einzugreifen:

- Hat der Besitzer das Tier versehentlich im Auto eingeschlossen oder wenn Passanten einen Hund in einer Notsituation entdecken, sollte man ohne Zögern die Nummer der Polizei 133 bzw. die ÖAMTC-Pannenhilfe 120 wählen.

- Das Tier muss umgehend an einem schattigen Platz mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten langsam abgekühlt werden. Außerdem sollte man Wasser zum Trinken anbieten und den Hund so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung bringen.

- Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva Hercsuth
Wiener Tierschutzverein
Tel.: 0699 1660 40 30
Email: hercsuth@wr-tierschutzverein.org

Yvonne Wachholder
ÖAMTC
Kommunikation
Wien, Niederösterreich und Burgenland
Tel.: 01 25096 21632
Email: yvonne.wachholder@oeamtc.at

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