ANSCHOBER: Hochwasserschutzmaßnahmen in OÖ bewähren sich

Montag in Landesregierung 22-Punkte umfassendes Maßnahmenprogramm zur Verringerung der Schäden bei regionalen Extremniederschlägen

Oberösterreich (OTS) - "Oberösterreich hat seit 2004 fast 500 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert und damit 500 konkrete Schutzprojekte verwirklicht. Wir haben damit konsequent die Lehren aus der Hochwasserkatastrophe 2002 gezogen, aber noch ist viel zu tun - weitere 200 Projekte sind in Planung und Vorbereitung. Die letzten Wochen haben immer wieder gezeigt, dass die Maßnahmen bereits gute Wirkung zeigen - vor einem Monat konnte durch die errichteten Rückhaltebecken unter anderem die Überflutung von Teilen von Ried verhindert werden, in den vergangenen Tagen zeigten sich die positiven Auswirkungen auch in Steyr. Mit jeder Schadensverringerung wird die große Investitionssumme zu einem Teil zurückgezahlt. Erinnern wir uns: 2002 hat die Katastrophe alleine in Oberösterreich mehr als 1,2 Milliarden Euro an Schaden verursacht. Die Investition in den Schutz ist daher weniger als die Hälfte der damaligen Schäden", bilanziert Wasserlandesrat Rudi Anschober.

Ein Maßnahmenprogramm soll nun aber nicht nur an den Fließgewässern, sondern auch an besonders gefährdeten Hanglagen Schutz bringen. Diese Bereiche sind besonders von regionalen Extremniederschlägen betroffen. Da deren Häufigkeit aufgrund der Klimaveränderung deutlich ansteigt und die letzten Wochen gezeigt haben, wie dramatisch die Situation in den betroffenen Regionen sein kann, haben im Auftrag Anschobers die Gewässerbezirke die Unwetterschäden in OÖ analysiert und ein Maßnahmenpaket entworfen.

Anschober: "Ich werde die 22 Vorschläge am Montag der Landesregierung vorlegen. Sie reichen von Renaturierungsmaßnahmen bis zum Unterbinden der Bautätigkeit in Risikogebieten, von Bodenschutz bis zu spezieller Bewirtschaftung in Risikolagen. Ich hoffe sehr, dass wir auf dieser Basis gemeinsam mit den anderen betroffenen Ressorts bis Jahresende ein umfassendes Programm zur Verringerung der Schäden bei Extremniederschlägen schaffen können. Nachdem im Herbst eine Novellierung von Raumordnungsgesetz sowie der Bauordnung geplant ist, kann dies für eine Verankerung eines Teils der Maßnahmen gleich genutzt werden."

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