FPK-Scheuch: Bildungspolitische Bankrotterklärung der Bundesregierung

Aktuelle Diskussion zur Ausbildungspflicht schlecht durchdacht - Entwicklung eines einjährigen Integrationsmodells gefordert

Klagenfurt (OTS) - Zur aktuellen Diskussion der Ausbildungspflicht der rund 8.000 Jugendlichen, welche nach Abschluss der Pflichtschulzeit keine weitere Ausbildung machen, hält der Kärntner Bildungsreferent LHStv. DI Uwe Scheuch folgendes fest: Die von ÖGB-Chef Erich Foglar und WK-Chef Christoph Leitl geführte Diskussion ist schlecht durchdacht und voller Lücken." Auf die noch vor Jahren von Sozialminister Rudolf Hundstorfer groß proklamierte Lehrstellengarantie, folgt nun durch die von Vogler geforderte Erweiterung der Schulpflicht, das Eingeständnis des bildungspolitischen Scheiterns der SPÖ", macht der Kärntner Bildungsreferent klar.

Heute muss sich die SPÖ eingestehen, dass dieses Modell in der Realität niemals umgesetzt werden konnte. Nun versucht der ÖGB die Jugendlichen pseudohalber in Schulen Zwang zu verpflichten. Dies ist der falsche Weg, man muss den 15-18 Jährigen eine Perspektive bieten, wie sie am Arbeitsmarkt in ein ordentliches Lehrausbildungsverhältnis integriert werden können. "Die Bundesregierung hat diesbezüglich ihre Hausübung noch nicht einmal begonnen", so Scheuch und zeigt beispielsweise auf, dass Jugendliche die eine Anlehre absolvieren, derzeit weder als Schüler noch als Lehrlinge gelten und daher keine Freifahrtmöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten. "Damit zieht die Bundesregierung indirekt den Jugendlichen den letzten Euro aus der Tasche", stellt Scheuch fest.

Der Kärntner Bildungsreferent fordert das Sozialministerium auf, nun endlichen gemeinsam mit der Wirtschaft ein einjähriges Integrationsmodell auf dem Lehrlingsausbildungsmarkt zu entwickeln, um den Jugendlichen nach einer Übergangsphase von rund einem Jahr, den Start in ein ordentliches Lehrverhältnis zu ermöglichen. Eine vorübergehende "Entsorgung" von Schulaussteigern in ein zehntes Schuljahr lehnt Scheuch als völligen Schwachsinn ab.

Das von Leiltl vorgeschlagene Pflichtjahr für eine Lehre ist ebenso undurchführbar. Schlussendlich würde dann die öffentliche Hand die Lehrlingsentschädigung für die Betriebe zur Gänze übernehmen müssen, was einer indirekten nicht gewollten Quersubvention entsprechen würde. "Das von Leitl vorgeschlagene System ist nicht durchdacht. Sollte er die Lehrlingsentschädigung der öffentlichen Hand zuschreiben, wäre das nicht zielführend", schließt Scheuch.

(Schluss/mw)

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