Neues Volksblatt: "Klares Bekenntnis" von Christian HAUBNER

Ausgabe vom 20. Juli 2012

Linz (OTS) - Eine Einkommenssteigerung von 34,1 Prozent klingt
schon gut - allerdings nur auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen sieht die Sache im Fall der österreichischen Bauern ganz anders aus (siehe Bericht auf den Seiten 12 und 13): Denn der Zuwachs erfolgte auf extrem niedrigen Niveau. Die Einbußen der wirklich schlechten Jahre zuvor sind noch immer nicht wettgemacht. Ein Bauer verdient im Schnitt weit weniger als ein Angestellter - und das, obwohl es an einem Hof keine geregelten Arbeitszeiten samt Stechuhr, geschweige denn eine 38-Stunden-Woche gibt. Darüber hinaus gibt es keine ausverhandelten, üblicherweise linear verlaufenden Gehaltssteigerungen.
Dazu kommt, dass Bauern dem Wetter ausgeliefert sind: Hagel & Co. haben bereits heuer wieder zu verheerenden Einbußen geführt. Diese Unberechenbarkeit geht weit über ein übliches unternehmerisches Risiko hinaus. Es führt zu regelmäßigen Einkommensschwankungen von rund 30 Prozent und ist somit mehr, als ein vergleichsweise kleiner bäuerlicher Familienbetrieb aus eigener Kraft ausgleichen kann. Genau diese kleinen Strukturen sind aber wesentliches Qualitätsmerkmal. Daher braucht es ein klares Bekenntnis zu Ausgleichszahlungen auch in der kommenden EU-Finanzierungsperiode. Das müssen beste Lebensmittel und gepflegte Landschaften wert sein.

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