VP-Feldmann: Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt sollte im Interesse aller Parteien sein

Wien (OTS) - Die Frauensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Barbara Feldmann, rief heute, angesichts der in Amstetten laufenden Debatte, alle Parteien dazu auf sich zum Schutz von Frauen und Kindern zu bekennen.

"Die Diskussion ist absolut entbehrlich. Es sollte parteiübergreifend klar gestellt sein, dass Frauenhäuser eine notwendige Einrichtung darstellen. Gewalt gegen Frauen tritt in allen sozialen Schichten unabhängig von Bildungsstand, religiöser und ethnischer Zugehörigkeit, Einkommen und Alter auf. Wie eine vor kurzem präsentierte Studie drastisch gezeigt hat, hat jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren, die in einer Beziehung lebt, mehrfache körperliche und/oder sexualisierte Gewalt durch den männlichen (Ex-)Partner erlebt. Bei 64 Prozent dieser Frauen, hatte die Gewalt durch den (Ex-)Partner körperliche Verletzungsfolgen. Bei allen erfassten Formen von Gewalt berichten 56 Prozent bis über 80 Prozent der betroffenen Frauen von mehrfachen psychischen Folgebeschwerden. Die Notwendigkeit von Frauenhäusern in Frage zu stellen, da diese angeblich die Familie zerstören, ist daher unbeschreiblich peinlich", so Feldmann, die aber auch die rot-grüne Stadtregierung in Wien nicht aus der Verantwortung nehmen möchte und einmal mehr ein fünftes Wiener Frauenhaus forderte.

"Seit Jahren ist bekannt, dass die bestehenden Plätze in Wiens Frauenhäusern nicht annähernd ausreichen und deshalb Frauen und Kinder in Notsituationen abgewiesen werden müssen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Es reicht nicht sich über jenseitige Äußerungen von Politikern der dritte Reihe zu echauffieren, selbst aber bei Frauenpolitik zu sparen", so Feldmann abschließend.

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