ORF III über die aktuelle Lage Europas, die Fettsucht der Amerikaner und den verschwenderischen Umgang mit Trinkwasser

Am 19. Juli im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information fragt am Donnerstag,
dem 19. Juli 2012, in "Inside Brüssel" vor der Sommerpause des EU-Parlaments nach den aktuellen Herausforderungen. "Im Brennpunkt" porträtiert zwei kleine Inseln, an denen der Fortschritt vorüberzugehen scheint. Das "Weltjournal" wird Zeuge der sich epidemisch verbreitenden Fettsucht in den USA und geht den Ursachen dafür nach. Eine Dokumentation über das Wasser zeigt schließlich den verantwortungslosen Umgang mit dieser kostbarsten Ressource auf.

Inside Brüssel (20.15 Uhr)

Vor der Sommerpause zieht Raimund Löw mit führenden internationalen Experten Bilanz: Welche Veränderungen bringen die anhaltenden Umwälzungen der arabischen Welt für Europa? Droht Südosteuropa eine Flüchtlingswelle, wenn es nicht gelingt, dem Bürgerkrieg in Syrien Einhalt zu gebieten? Ausgerechnet in Libyen war eine liberale Parteienallianz bei den Wahlen erfolgreich, während in Ägypten der Machtkampf zwischen dem von der Moslembruderschaft gestellten Präsidenten Morsi und dem Militär weitergeht. Thema Eurokrise: Steckt hinter der anhaltenden Unsicherheit um die gemeinsame Währung nicht in Wirklichkeit eine politische Identitätskrise der Europäer? Ebenfalls zur Sprache kommt der scharfe Disput zwischen Brüssel und der rumänischen Regierung um die rechtsstaatlichen Regeln in dem politisch tief zerstrittenen Balkanland. Antworten kommen von Stefan Lehne (Carnegie Endowment for International Peace), Alain Deletroz (International Crisis Group), Marion von Haaren (ARD) und Valentina Pop (EUobserver).

Im Brennpunkt: "Sao Tome und Principe - Der (vergessene) Mittelpunkt der Erde" (21.05 Uhr)

Die Inseln Sao Tome und Principe wären der Mittelpunkt der Welt, wenn die Erde eine Scheibe wäre - denn hier treffen sich Null-Meridian und Äquator. Touristen haben die Inseln noch kaum entdeckt - es ist noch ein kleines, verschlafenes Inselparadies, dessen Einwohner größtenteils in Armut leben. Jüngst nährten Ölfunde vor der Küste Hoffnungen auf etwas Reichtum, da der traditionelle Export von Kaffee, Kakao und Kopra kaum noch Geld bringt. Der Existenz der Fischer auf den Inseln machen vor allem die internationalen Fischfangflotten, auch aus der EU, zu schaffen: Die Regierung hat ihnen nämlich die Fischerei-Lizenzen verkauft.

Weltjournal: "USA - Die Fast-Food-Falle" (21.55 Uhr)

Auch die größte Palette an No-fat- und Low-fat-Produkten, Milch in fünf Magerstufen und Size-zero-Models als Vorbilder nützen nichts:
Fettleibigkeit hat sich in den USA wie eine infektiöse Krankheit verbreitet. Bereits zwei Drittel aller Erwachsenen und ein Drittel der Kinder in den USA sind übergewichtig. Gründe für den scheinbar unaufhaltsamen Trend zu XXL-Proportionen sind altbekannt: Zu viel Essen und zu wenig Bewegung. Und: 80 Prozent der Restaurants in Amerika gehören zu Schnellimbiss-Ketten. Die USA tappen in die Fast-Food-Falle. Übergewichtige kosten die US-Wirtschaft jährlich rund 73 Milliarden Dollar durch geringere Produktivität am Arbeitsplatz und krankheitsbedingte Abwesenheit, Behandlungskosten gar nicht eingerechnet. Der Kampf gegen die Fresssucht gilt jetzt vor allem für Kinder und Jugendliche. So hat der Stadtrat von San Francisco Fast-Food-Ketten untersagt, den Verkauf von ungesunden Menüs für Kinder mit Spielzeuggeschenken anzukurbeln. Der Erfolg ist bescheiden. Die "Weltjournal"-Reportage begleitet zwei junge Amerikaner in ein Fitness-Camp und zeigt, wie mühevoll es ist, abzuspecken.

Visionäre des Wandels: "Wasser: Ressource oder Herausforderung" (22.30 Uhr)

Wasser als knappes Luxusgut: Die essenzielle Ressource wurde über Jahrhunderte hinweg von Menschen verschwendet und verschmutzt. Auf der ganzen Welt wird Wasser zum Baden, für den Transport oder einfach für das Vergnügen verwendet. Es liefert Energie für Fabriken oder dient als Müllhalle für Abfälle. Es wird zunehmend ein Bewusstsein dafür notwendig, dass verschmutztes Wasser, das wieder in den Kreislauf der Natur eintritt, untrennbar von jenem Wasser ist, welches wir trinken. Während in hochentwickelten Ländern die Wasserzulieferung durch starke Regulationen der Müllwirtschaft geschützt ist, wird Trinkwasser in armen Ländern zunehmend zu einer verschwindenden Ressource.

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