Wurm zur FPÖ-Position, wonach Frauenhäuser Ehen zerstören und daher nicht subventioniert werden sollen: Unerträglich!

Aussagen der Amstettener FPÖ-Frauenchefin sind völlig realitätsfern und menschenverachtend

Wien (OTS/SK) - "Unerträglich!", ist für SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die Position der FPÖ-Amstetten, dass Frauenhäuser maßgeblich an der Zerstörung von Ehen beteiligt wären und daher eine Subvention eines Frauenhauses abgelehnt wird. "Auch die Forderung der Amstettener FPÖ-Frauenchefin nach Einbeziehung der Männer durch Mediation ist völlig realitätsfern und regelrecht menschenverachtend. Es offenbart viel vom Frauenbild dieser Partei, dass sie eheliche Gewalttätigkeit soweit als 'normal' erachtet, dass sie sich mit Mediation schon kitten lässt. Im 21. Jahrhundert müsste klar sein, dass familiäre Gewalt, gegen Frauen, gegen Kinder, ein Verbrechen ist ", sagte Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.****

Zu behaupten, dass Frauen dazu gedrängt würden, den Schritt aus einer Gewaltbeziehung und ins Frauenhaus zu wagen, sei absurd. "Für unzählige Frauen ist das Frauenhaus nach Jahrzehnten des Leidens die einzige Chance auf eine gewaltfreie Zukunft für sich und ihre Kinder. Dies in Frage zu stellen ist inakzeptabel", betonte Wurm und forderte auch die Bundes-FPÖ auf, Stellung zu beziehen. "Es ist wohl im allgemeinen Interesse, zu erfahren, ob es sich bei der Position der Amstettender Frauenvorsitzenden um eine Einzelmeinung handelt oder nicht", sagte Wurm, die einen Rücktritt der FPÖ-Frauenchefin für die richtige Konsequenz hält. (Schluss) up/mo

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