Leitner: KonsumentInnen können Geld zurückverlangen, wenn im Urlaub zugesagte Leistungen nicht angeboten werden

Recht auf Geldersatz, ein angebotener Gutschein muss nicht akzeptiert werden

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Wenn der erwartete Urlaub zum Albtraum wird, können KonsumentInnen ihr Geld zurückverlangen. Beispielsweise muss der Reiseveranstalter auch für die im Katalog oder Prospekt zugesagten Leistungen einstehen. Wenn die Leistungen nicht in der vereinbarten Form erbracht werden, liegt ein Mangel vor und der/die Reisende hat Anspruch auf Gewährleistung", rät NÖ Konsumentenschutzreferent LHStv. Dr. Sepp Leitner im Falle eines "Albtraumurlaubes" Reisenden ihre Ansprüche sofort mit einem eingeschriebenen Brief beim Reiseveranstalter geltend zu machen.

In einem solchen Fall sollte der/die Reisende gleich am Urlaubsort den/die Vertreter(in) des Veranstalters informieren und eine Verbesserung des Mangels verlangen. "Gelingt das nicht, dann ist es wichtig, dass UrlauberInnen Beweise sichern, und zwar durch Fotos, Videos oder Augenzeugen, die im Ernstfall die Missstände bestätigen. Außerdem sollte man eine schriftliche Bestätigung der Reiseleitung verlangen, aus der hervorgeht, dass man die Mängel gerügt und beanstandet hat", so Leitner.

Unmittelbar nach der Rückkehr sollen KonsumentInnen ihre Ansprüche auf Preisminderung beim Reiseveranstalter geltend machen - und zwar schriftlich und eingeschrieben. In dem Schreiben sollen die Mängel beschrieben und eine angemessene Preisminderung gefordert werden, für deren Höhe als Grundlage die so genannte "Frankfurter Liste" dient. Neben diesem Anspruch kann auch Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude geltend gemacht werden. In diesem Fall müssen den Reiseveranstalter oder seine Partner (Fluglinie, Hotel etc.) ein Verschulden treffen. Wenn beispielsweise eine Durchfallerkrankung durch ein verdorbenes Buffet auftritt, gilt es den Sachverhalt genau zu dokumentieren. Ob ein Schadenersatzanspruch besteht, ist vom Einzelfall abhängig und muss geprüft werden. "Sowohl bei Ansprüchen auf Gewährleistung als auch auf Schadenersatz haben KonsumentInnen das Recht auf Geldersatz. Ein angebotener Gutschein muss daher nicht akzeptiert werden", informiert Leitner abschließend. Ein Gewährleistungsanspruch muss binnen zwei Jahren ab Rückkehr, der Schadenersatzanspruch binnen drei Jahren ab Kenntnis des Schadens gerichtlich geltend gemacht werden.
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