Bunte Artenvielfalt auf den Gürtelwiesen

Stadt Wien und Bezirk Margareten fördern naturnahe Wiesenfläche am Margaretengürtel

Wien (OTS) - Auf den Wiesenstreifen zwischen den vielbefahrenen Fahrbahnen des Margaretengürtels blüht und gedeiht es. Da die Wiesen nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht werden, können sich hier zahlreiche, zum Teil farbenprächtige Pflanzen wie Königskerze, Wiener Rauke, Margerite und Karthäuser-Nelke bestens entwickeln. Insekten freuen sich über das reichhaltige Angebot an Blüten, die Brutvögel wiederum über das große Angebot an Insekten. So können sie sich und ihren Nachwuchs auch mitten in der Stadt gut versorgen und brauchen dafür nicht weit zu fliegen - Nahversorgung für Stadtvögel!

Artenvielfalt in Margareten
Der Bezirk Margareten setzt seit einigen Jahren gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 ambitionierte Maßnahmen, um auf seinen Grünflächen die Artenvielfalt zu erhöhen oder neue grüne Nischen im dicht bebauten Stadtgebiet von Margareten zu schaffen. Dazu gehört auch das "Projekt Gürtelwiese", das von der Wiener Umweltschutzabteilung im Rahmen ihres Programmes Netzwerk Natur koordiniert und mitfinanziert wurde. Die Wiener Stadtgärten (MA 42) sorgen für eine vorbildliche und fachgerechte Wiesenpflege, die Universität für Bodenkultur Wien unterstützt das Projekt mit wissenschaftlicher Begleitung. Professor Wolfgang Adler, Botaniker und Anrainer der Gürtelwiesen, liefert ehrenamtlich wertvolle Beiträge.

"Das mit dem Jahr 2004 begonnene Projekt "Mehr Platz für die Natur in einem innerstädtischen Bezirk" hat nun sichtbar all jene Lügen gestraft, die erste Teilprojekte wie "Pflasterritzenvegetation" oder "Wiese statt Rasen" belächelt haben. Nun, acht Jahre später, ist für alle der Erfolg dieses Projektes nicht nur sichtbar, sondern auch in Zukunft ein wesentlicher Teil für mehr Lebensqualität", so Bezirksvorsteher Kurt Wimmer.

"Im Rahmen unseres Artenschutzprogrammes Netzwerk Natur arbeiten wir schon seit Jahren erfolgreich mit dem Bezirk Margareten zusammen. Lebendige, blühende Wiesen wie diese helfen mit, die Artenvielfalt in der Stadt zu erhalten und zu erhöhen. Sie bieten Tieren und Pflanzen Lebensraum und Nahrung, was ein artenarmer Rasen nicht vermag. Auch für uns Menschen in der Stadt sind sie ein bunter, erfreulicher Blickfang", so Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22.

Schonende Wiesenmahd mittels Balkenmäher
Damit die Insekten und andere kleine Tiere nicht "unter die Räder" kommen, verzichten die MitarbeiterInnen der Wiener Stadtgärten bei der Pflege der Gürtelwiese auf rotierende Mähmaschinen. Stattdessen wird der altbewährte Balkenmäher eingesetzt. Der Schnitt der Pflanzen erfolgt dabei, wie bei einem Scherenschnitt, durch lineare Bewegung von Messerklingen. Dabei werden deutlich weniger Insekten in Mitleidenschaft gezogen, als bei anderen mechanischen Mähmethoden.

Nektarpflanzen für Wildbienen und Schmetterlinge
Auf dem mittleren Rasenstreifen des Gürtels im Abschnitt Schönbrunner Straße bis Arbeitergasse wurden bereits vor sechs Jahren Wildkräutersamen ausgesät. Zahlreiche Pflanzenarten wie Salbei, Kronwicke und Hornklee konnten sich dort bestens entwickeln. Sie sorgen vor allem im Frühsommer für Farbtupfer im Wiesengrün.

Bei der Schönbrunnerstraße wurden vergangenes Jahr Saumpflanzen wie Storchschnabel, Wilde Karde und Nachtkerzen gepflanzt. Sie dienen als Nektarpflanzen für Schmetterlinge und Wildbienen. Zusätzlich wurden an einigen geschützten Stellen "Schmetterlingskindergärten" mit Raupenfutterpflanzen wie z. B. Brennnessel angelegt.

"Wichtig für die Tierwelt ist die seltenere Mahd der Wiesen und das Stehenlassen von hochstängeligen Pflanzen über Winter. Jedes Jahr bleiben an anderen Stellen Wieseninseln belassen. So finden auch Vögel im Winter zusätzlich Nahrung, und Insekten genügend Futter und Unterschlupf", so Stadtgartendirektor Rainer Weisgram.

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Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22
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Manuela Klein
Bezirksvorstehung Margareten
Telefon: 01 4000-05119
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