Geparden-Ausbruch Hellbrunn: Zoo täuscht Straftäter vor und behindert Ermittlungen

EndZOO fordert jetzt personelle Konsequenzen und Ermittlungen gegen den Zoo

Salzburg/Wien (OTS) - Nachdem nun bekannt wurde, dass der Zoo Hellbrunn nach dem neuerlichen Ausbruch eines Geparden es unterlassen hat die Ermittlungsbehörden (Polizei) sofort herbei zu rufen und dann auch noch selbst Spuren zerstörte, indem man den defekten Zaun flickte, erhebt die Tierschutzorganisation EndZOO jetzt den schweren Vorwurf der Vortäuschung von Straftätern und Behinderung der Justiz. Für die Organisation sei es ein Skandal, dass der Zoo zunächst Ermittlungen durch Unterlassung selbst behinderte und sich nun ohne tatsächliche Anhaltspunkte anschließend StraftäterInnen aus der Bevölkerung ausdenkt. Die zookritische Tierschutzorganisation fordert nun eine öffentliche Aufklärung, sofortige Ermittlungen gegen den Zoo und personelle Konsequenzen. Der Verein prüfe, auch gerade wegen der Zoo-Beschuldigungen gegen kritische Bürgerinnen und Bürger, jetzt auch selbst rechtliche Schritte gegen den Zoo.

EndZOO als Tierrechts- und Tierschutzorganisation stellt aber auch klar, dass ihnen das Wohl und das Leben aller fühlenden Lebewesen am Herzen liegen und sie sich daher von jeder unwissenschaftlichen Form der Auswilderung (u.a. auch Befreiung) von so genannten Wildtieren distanziere.

"Wir empfinden es als Skandal, dass Hellbrunn offenbar nicht davor zurückschreckt bürgerliche Straftäter vorzutäuschen um von eigenen Fehlern oder Missständen abzulenken. Wie lange lässt sich die Öffentlichkeit noch vom Zoo an der Nase herumführen? Noch in diesem Jahr soll nun ein Neubau errichtet werden soll. Die Frage ist jedoch, warum ein angeblich nicht mangelhaftes, tierschutz- und sicherheitsrechtlich konformes Gehege nun doch plötzlich umgebaut werden soll?", so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht. "Den Verantwortlichen und Betreibern stehe gut zu Gesicht, jetzt mit Hilfe von öffentlicher Selbstkritik für ein neues Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern zu sorgen. Die wiederholte Flucht von Großraubkatzen ist kein Kavaliersdelikt."

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