Berlakovich: Feinstaubbelastung in Graz muss nachhaltig gesenkt werden

Wenn Umweltzone nicht kommt, sind andere Maßnahmen notwendig - Niedrigere Lebenserwartung in Graz ist als Alarmsignal unübersehbar

Wien (OTS) - "Die Verringerung der Feinstaubbelastung gehört auch weiterhin zu den größten umweltpolitischen Herausforderungen in und um Graz. Dass die Einführung der Umweltzone für bestimmte Fahrzeuge in der Bürgerbefragung mehrheitlich abgelehnt wurde, ändert nichts am umweltpolitischen Handlungsbedarf. Wir akzeptieren selbstverständlich die Meinung der Bürger, aber nun muss die Landesregierung andere Maßnahmen ergreifen. In Graz ist die Lebenserwartung um elf Monate geringer als im übrigen Österreich", sagte Umweltminister Nikolaus Berlakovich heute, Dienstag.

Es sei richtig gewesen, die Bevölkerung in den Entscheidungsprozess über die Umweltzone einzubinden. "Der hohe Teilnahmegrad an der Bürgerbefragung hat gezeigt, dass es ein Bedürfnis nach Mitentscheidung gegeben hat. Bürgermeister Nagl hat diese offene und ehrliche Form der Politik gewählt, und dazu ist ihm zu gratulieren", betonte Berlakovich.

Die richtigen Weichen zur Bekämpfung der Feinstaubemissionen zu stellen, liege weiterhin in den Händen der steirischen Landesregierung. "Mit dem Immissionsschutzgesetz Luft hat der Bund den Ländern einen gesetzlichen Werkzeugkoffer zur Verfügung gestellt, aus dem sie - abgestimmt auf die jeweilige regionale Situation -verschiedene Maßnahmen wählen können", erläuterte Berlakovich.

" Die Warnsignale sind jedenfalls bekannt. Seit Jahresbeginn 2012 wurde in Graz an 33 Tagen der Grenzwert für Feinstaubemissionen überschritten. Zu Beginn der Heizsaison im Herbst wird die Belastung aufs Neue ansteigen. Das Überschreiten der von der EU vorgegebenen Schwelle von 35 Überschreitungstagen pro Jahr ist nur noch eine Frage der Zeit", gab Berlakovich zu bedenken.

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