Leichtfried zu Tiertransporten: Agrarminister müssen endlich handeln

EU-Parlament verlangt seit Jahren strengere Regelungen

Wien (OTS/SK) - Erfreut zeigt sich der Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten, Jörg Leichtfried, dass nun auch auf Ebene der EU-Landwirtschaftsminister Initiativen gesetzt werden, um den Transport von Schlachttieren auf acht Stunden zu begrenzen. "Das EU-Parlament verlangt schon seit Jahren strengere Regelungen bei den Tiertransporten. Leider waren die Agrarminister säumig und haben dem Thema keinerlei Bedeutung beigemessen", so Leichtfried am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Er verweist darauf, dass die derzeit vorliegenden Regelungen bezüglich Tiertransporte ungenügend seien, werden nur minimale Standards eingehalten, können Frächter die Tiere ohne Zeitlimit quer durch Europa transportieren. ****

"Mit der Aktion '8 hours', die von zahlreichen EU-Parlamentariern unterstützt wurde, ist es uns gelungen, das Thema der Tiertransporte wieder auf die politische Agenda der EU-Kommission zu setzen. Es wurden über eine Million Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt, die sich für einen besseren Schutz der Tiere aussprechen", betont Leichtfried, der Vizepräsident der Animal Welfare Intergroup im Europäischen Parlament ist. Derzeit wird auch an einem Initiativbericht gearbeitet, mit dem die Kommission aufgefordert werden soll, strengere Bestimmungen bei Tiertransporten zu erarbeiten. "Wenn nun auch die Landwirtschaftsminister ein Einsehen haben und sich den Interessen der Agrar- und Frächterlobby widersetzen, dann steigt die Chance, dass endlich den Forderungen des EU-Parlaments nachgegeben und künftig dem Tierschutz ein höherer Stellenwert eingeräumt wird", so der Europaabgeordnete abschließend. (Schluss) bj

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