Klatschpresse-Verbund "Heute-Krone-Ulm" schlägt erneut zu

Wien (OTS) - Es ist mittlerweile recht ermüdend, dass die Klatschpresse beinahe monatlich - jeweils nach der Sitzung der Wiener Gemeinderätlichen Personalkommission - mit großer Empörung über die Früh-Pensionierung von Wiener Gemeindebeamten berichtet.

Aufgrund des Sommerlochs konnte ÖVP-Gemeinderat Dr. Wolfgang Ulm, der Hauptzulieferer dieses Klatsch-Produktes, heute sein Lieblingsthema sogar auf die Titelseite der Kronen-Zeitung bringen. Inhaltlich gibt es keine neuen Aspekte - selbst die angebliche Rekordzahl der heurigen "Halbjahresbilanz + Juli" ist keine Rekordzahl, da wir in vergangenen Jahren schon höhere Werte hatten.

Weil ja schon oftmals auf dieses "Gschichterl" sachlich geantwortet wurde, sei hier nur kurz festgehalten: Ja - es gibt zu viele sehr belastende Arbeitsbedingungen für die Wiener Gemeindebediensteten, und da kann und muss noch viel verbessert werden. Es ist aber auch klar, dass bei Schwerarbeitsberufen wie Pflege, Feuerwehr, Rettung, Kanalarbeiter usw. eine Berufsausübung bis zum 65. Lebensjahr nur in Ausnahmefällen möglich sein wird. Leider gibt es keine guten Statistiken, die einen fairen Vergleich des durchschnittlichen Pensionsantrittsalters bei vergleichbaren Berufsgruppen ermöglichen. Die vorliegenden Zahlen zeigen aber, dass es beim Pensionsantrittsalter keine "Privilegien" bei den Wiener Gemeindebediensteten gibt.

Die Bezeichnung Klatschpresse verdienen sich die beiden Zeitungen "Heute" und "Kronen Zeitung", weil sie einerseits inhaltlich ungeprüft dieses Thema zum x-ten Mal zum Skandal hochstilisieren und sie andererseits unter Verwendung des Wortes "Frühpensionitis" (Heute) und - seltsam launigen - Aussagen des Bürgermeisters über angeblich unzureichende Kontrolle von Amtsärzten (Kronen Zeitung) den Eindruck von Missbrauch erwecken.

Es ist zu hoffen, dass die heutige Klatsch-Gemeinschaftsarbeit von ÖVP-Gemeinderat Dr. Wolfgang Ulm, Peter Gnam von der "Kronen Zeitung" und Robert Zwickelsdorfer von "Heute" nicht wieder zu einer Fortsetzung in anderen Zeitungen führt.

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Kurt Obermülner, MAS (Mediation)
Vorsitzender
Fraktion Christlicher Gewerkschafter
in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Kunst, Medien, Sport, freie Berufe - Wien
1090 Wien, Maria Theresien Strasse 11
Homepage: www.fcg-gdg-kmsfb.at
Tel.: (01) 31316-83682, Handy: 06767068511

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