VP-Anger-Koch zur Verabschiedung der Wiener Olympioniken: Wenn die Scheinwerfer abgedreht sind, wird es düster für Wiens Sportler

Wien (OTS) - "Beschämend, allerdings aber auch bezeichnend", kritisiert die Sportsprecherin der ÖVP Wien , Gemeinderätin Ines Anger-Koch, die Verabschiedung der Wiener Olympioniken durch Bürgermeister Häupl - ist dieser doch immer dort zu finden, wo er sich im Glanze anderer inszenieren kann. Kaum sind die Scheinwerfer jedoch abmontiert, ist Häupl über alle Berge, so Anger-Koch, während Wiens Sportler - insbesondere Wiens Schwimmsportler - ihr Dasein im tristen Wiener Sportalltag fristen müssen.

"Die Schwimmer trainieren in Niederösterreich oder im Ausland, da Wien hier keine Möglichkeiten bietet. Seit knapp einem Jahr nun warten Wiens Schwimmer zudem auf die Wiedereröffnung des Stadthallenbades, das, so steht nunmehr fest, wenn überhaupt, so jedenfalls nicht mehr 2012 wiedereröffnet wird. Auch das Stadionbad bietet kaum entsprechende Möglichkeiten für eine professionelle Vorbereitung. Nach Abbau der Traglufthalle mit Ende April dürfen sich Wiens Spitzensportler dort mit Wiens Hobbyschwimmern um Bahnen matchen - zum Leidwesen beider Gruppen. Die Synchronschwimmer haben in Wien derzeit überhaupt keine Möglichkeit zu trainieren, weil ein 4 Meter tiefes Becken fehlt und die Turmspringer wiederum müssen unter sportlich kaum zu verantwortenden Umständen im Ottakringer Bad ein mehr als fragwürdiges Dasein fristen und haben dank der "hervorragenden Wiener Trainingsbedingungen" erstmals seit 1920 die Olympiaqualifikation gar nicht geschafft.

Ein Armutszeugnis für Wien, kritisiert Anger-Koch, die darauf drängt das versprochene Schwimmsportzentrum auch tatsächlich zu verwirklichen und nicht (ähnlich wie die Idee einer Mehrzweckhalle) am Misthaufen der Geschichte abzulegen. Dass "nichts gemacht" wird, so zuletzt der SPÖ Gemeinderat und Präsident des Wiener Schwimmverbandes Christian Meidlinger, sei, so Anger-Koch, jedenfalls keine Lösung, auch wenn diese Praxis in der Sportstadt Wien seit Jahrzehnten so gehandhabt werde.

"Die Infrastruktur des Sports in Wien ist einer selbst ernannten Sportstadt nicht würdig. Die SPÖ setzt, offenbar ideologisch motiviert auf Masse statt Klasse und vergisst dabei, dass Breitensport auch Vorbilder im Spitzensport braucht!", so Anger-Koch weiter.

Abschließend appelliert Anger-Koch an Bürgermeister Häupl und den zuständigen Sportstadtrat Oxonitsch sich weniger medial in Szene zu setzen und stattdessen ordentliche und aufrichtige Unterstützung für den Wiener Sport zu bieten.

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