Becker ad Wiener Frühpensionen: Bürgermeister Häupl baut auf Schlagzeilen, statt Ergebnisse

Frühpensionierungswelle ihn Wien geht ungebremst weiter, während überall sonst deutliche Erfolge bei der Eindämmung der Frühpensionen erreicht werden!

Wien (OTS) - "Erst am 21. Februar ließ Dr. Michael Häupl, Bürgermeister und Landeshauptmann Wiens, via Krone verkünden: Er werde Maßnahmen setzen, um das Pensionsantrittsalter seiner Beamten auf 60 (!) erhöhen. Knapp fünf Monate später können wir seine Worte an vorliegenden Zahlen messen: Geht die Entwicklung in Wien wie im ersten Halbjahr weiter, so wird 2012 die höchste Anzahl an Frühpensionierungen erreicht, mit einem bisherigen Durchschnittsalter von knapp 53 Jahren! Damit zeigt sich: Häupl baut auf Schlagzeilen, statt auf Ergebnisse", bedauert MEP Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes die weiterhin negative Entwicklung hinsichtlich der Pensionierungen in Wien.

"Während bei den gesetzlichen Pensionen (ASVG, Gewerbe, Bauern) alleine im ersten Quartal durch weniger Pensionierungen, und im Schnitt zwei Monate spätere Pensionierungen, schon 100 Millionen Euro eingespart werden konnten, geht der Trend in Wien bedauerlicherweise noch immer in die andere - falsche - Richtung. Hinzu kommt: Diese Pensionierungen erfolgen zudem zu wesentlich teureren Konditionen als in allen anderen Bereichen - auch bei allen anderen Beamten in ganz Österreich. Denn Wien weigert sich bekanntlich als letztes Bundesland bis heute, die Pensionsreform des Bundes auch im Land vollständig zu übernehmen. Somit kostet Häupls Frühpensionierungspolitik doppelt und dreifach: Weil man zu früh in Pension geht, weil zu viele zu früh in Pension gehen und weil die Regeln der entsprechenden Pensionsberechnung nicht angepasst wurden. Zahlen müssen das alle anderen", führt Becker weiter aus.

"In Wien behauptet man oft, man wolle an seinen Beamten keinen 'Pensionsraub' begehen. Nun, alle anderen Beamten des Landes haben die maßvollen und schrittweisen Reformen auch durchgemacht. Und in Wirklichkeit ist das Wiener Verhalten 'Pensionsraub': Nämlich an allen, die im gesetzlichen System in Pension sind oder gehen und an allen Berufstätigen, die diese eigenbrötlerische Vorgangsweise mit ihrem sauer verdienten Geld durch Steuern finanzieren dürfen. Den Schlagzeilen müssen nun endlich auch in Wien Taten folgen", fordert der Seniorenbund-Generalsekretär abschließend die entsprechenden Maßnahmen auch in Wien umzusetzen.

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