GPA-djp-Fetik: Je konkreter, desto besser funktioniert Gleichstellungspolitik

Gesetzlich verpflichtende Quote, wenn sich wirklich etwas ändern soll

Wien (OTS) - "Natürlich müssen sich private Unternehmen ihre MitarbeiterInnen selbst aussuchen dürfen, eine verpflichtende Quote für Frauen in Führungspositionen würde diese Auswahl aber nicht einschränken, sondern im Gegenteil verbessern", kommentiert die Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Ilse Fetik, aktuelle Aussagen des Wirtschaftsministers: "Frauen sind gut qualifiziert, sie weisen mehr Universitätsabschlüsse auf als Männer und sie bringen noch dazu neue Denk- und Handlungsweisen in die Unternehmen ein."

Es sei evident, dass sich der Frauenanteil in Führungsgremien trotz gesetzlicher Verpflichtungen nur sehr langsam erhöht, erinnert Fetik an eine im vergangenen Herbst veröffentlichte Studie der Arbeiterkammer, die beweist, dass nahezu jedes zweite Unternehmen in Österreich die gesetzlich vorgeschriebene Berichtspflicht einfach ignoriert. "Es ist also ganz offensichtlich, dass es statt einer völlig wirkungslosen Berichtspflicht eine gesetzlich verpflichtende Quote von 40 Prozent Frauen in Führungspositionen braucht, wenn sich wirklich etwas ändern soll." Mit zahnlosen Appellen sei Frauen genau so wenig geholfen wie mit politischen Sonntagsreden, so Fetik abschließend: "Je konkreter sie ist, desto besser funktioniert Gleichstellungspolitik!"

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