Industrie: Mehr Gleichstellung - durch Freiwilligkeit und Verantwortung

IV-GS Neumayer: Wollen und brauchen mehr Frauen in Industrie und Technik - Regulierungsmaßnahmen wie gesetzliche Quoten abzulehnen

Wien (OTS/PdI) - "Die österreichische Industrie ist sich ihrer Verantwortung in der Gleichstellungs- und Vereinbarkeitspolitik bewusst. Uns geht es darum, mit Freiwilligkeit und unternehmerischer Verantwortung zu mehr Gleichstellung zu kommen", betonte Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV): "Die Industrie lehnt deshalb Regulierungsmaßnahmen, wie die von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und EU-Kommissarin Viviane Reding vorgeschlagenen Quoten, ab." Zentral sei das Engagement der Unternehmen für die richtigen Rahmenbedingungen, wie ausreichende Kinderbetreuungsplätze aber auch eine qualitative und quantitative Basis an Frauen, die mit Führungspositionen betraut werden können.

Zahlreiche Unternehmen leisten bereits heute ihren Beitrag durch innovative Maßnahmen. So hat die IV die Initiative "Frauen.Führen" ins Leben gerufen, um mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. "Bei der Initiative geht es um die Schärfung des Bewusstseins und darum, quantifizierbare Ergebnisse zu erreichen. Frauen und Männer müssen die gleichen Chancen auf ihrem Karriereweg haben und wir werden unser Engagement weiter erhöhen, sodass auch dieser Bereich der Gleichstellung bald nicht mehr diskutiert werden muss", erklärte Neumayer.

Neben Initiativen der einzelnen Unternehmen brauche es vor allem auch strukturelle Änderungen, um Frauen den Weg in Führungspositionen zu ermöglichen. "Dazu gehört sicher der quantitative und qualitative Ausbau der Kinderbetreuung, aber auch ein Umdenken in der Ausbildung von Frauen", so der Generalsekretär. Gerade in der Industrie gebe es viele Branchen, in denen der Frauenanteil sehr gering sei, was auf die Ausbildungs- und Berufswahl junger Menschen zurückzuführen sei. "Eine zentrale Maßnahme muss also sein, Mädchen zu ermutigen, MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu studieren bzw. technische Berufe zu erlernen", so Neumayer. Denn nur so könne der Grundstein in vielen Branchen gelegt werden, um später Führungspositionen mit Frauen zu besetzen.

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