VP-Ulm: 363 Frühpensionierungen bis dato in Wien

Für das Jahr 2012 droht neuer Rekord an Frühpensionierungen

Wien (OTS) - Gemeinderat und Mitglied der Gemeinderätlichen Personalkommission Wolfgang Ulm zog heute Halbjahresbilanz über die Frühpensionierungen der Stadt Wien. 2012 wurden mit Juli bereits 363 Gemeindebedienstete vorzeitig in den Ruhestand versetzt - erst Freitag den 13. wurden erneut 50 Gemeindebedienstete in die Frühpension verabschiedet. "Die Warnungen der ÖVP Wien, es drohe 2012 ein neuer Rekord an Frühpensionierungen, erfährt damit traurige Bestätigung", so Ulm, der insbesondere kritisiert, dass sich - trotz der Ankündigung Häupls das faktische Antrittsalter heben zu wollen -nichts geändert habe. Das durchschnittliche Antrittsalter dieser frühpensionierten Gemeindebediensteten, so Ulm, beträgt 53,23 Jahre. "Diese Politik ist verantwortungslos und kostet den Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro. Die Stadt Wien schafft es nicht ihre Beamten lange genug gesund im Dienst zu erhalten. Bei einem durchschnittlichen Frühpensionsalter von 53 Jahren fehlen dem Beamten mehr als 7 Jahre seiner geplanten Lebensarbeitszeit. Diese Jahre gehen zu Lasten der Gesundheit und der Lebensqualität der Mitarbeiter und auf Kosten der Steuerzahler", so Ulm weiter, der ein Ende dieser verantwortungslosen Politik fordert.

"Diese Politik geht zu Lasten zukünftiger Generationen - obwohl der Eisberg längst in Sichtweite, ist Bürgermeister Häupl nicht gewillt den Kurs zu ändern. Dringend notwendig ist eine Änderung des Personalmanagements. Der Trend zeigt in eine bedenkliche Richtung -jährlich müssen immer mehr Bedienstete aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand. Die Versuche, das Problem unter den Teppich zu kehren, sind damit zum Scheitern verurteilt. Offenbar kommt die Stadt Wien ihrer Schutz- und Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern nicht nach", zeigt sich Ulm enttäuscht, der hier endlich entschlossenes Handeln einfordert. "Ziel müsste es sein, die Frühpensionierungen auf die Hälfte zurückzudrängen. Das bedeutet, dass etwa die Anzahl der Frühpensionierungen pro Jahr auf 300 - 350 sinken oder das durchschnittliche Antrittsalter der Frühpensionisten auf 56-57 Jahre angehoben werden müsste. Bei Erreichen des Ziels wäre in erster Linie viel für die Mitarbeiter getan und in zweiter Linie 100 Millionen Euro an jährlichen Ausgaben eingespart", so Ulm abschließend, der auch darauf verweist, dass Wien einzig bei Frühpensionierungen Spitzenreiter im Bundesländervergleich ist, während man sonst stets Schlusslicht ist (Beschäftigung,...).

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