Nach Birnbacher-Geständnis fordert LH Dörfler gesamte 5,7 Millionen Euro zurück

Schriftliche Aufforderung des Kärntner Landeshauptmanns, dass Kärntner Landesholding umgehend Sitzung einberuft.

Klagenfurt (OTS) - Wie Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler heute, Sonntag, mitteilt, wird er morgen Montag den Aufsichtsratsvorsitzenden der Landesholding, Achill Rumpold aufgrund der aktuellen Ereignisse im Hypo-Prozess schriftlich dazu auffordern, umgehend eine Aufsichtsratssitzung der Landesholding einzuberufen. "Nun ist dringendes Handeln seitens der Landesholding gefordert", erklärt Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der darauf hinweist, dass er bereits im September 2011 Steuerberater Dietrich Birnbacher dazu aufgefordert hat, mindestens vier Millionen Euro seines Honorars zurück zu zahlen. Als Reaktion habe Dörfler daraufhin drei Tage später von Birnbachers Anwalt Richard Soyer einen lapidaren Brief erhalten, in dem dieser mitteilt, dass sein Mandant ein ihm seriöses und angemessen dargestelltes Angebot angenommen habe und keine Veranlassung sehe, einen Cent zurück zu erhalten.

"Dieses Schreiben war eine klare Verhöhnung. Die Ereignisse der vergangenen Woche bestätigen, dass meine Forderung vom Herbst 2011 die Richtige war und ich sehe mich zu hundert Prozent bestätigt", so Landeshauptmann Dörfler, der aufgrund des aktuellen Geständnisses von Birnbacher nicht nur wie im Herbst 2011 die Rückzahlung von vier Millionen Euro fordert, sondern 5,7 Millionen Euro von Steuerberater Birnbacher zurück haben will. "Wenn Birnbacher und sein Anwalt bereits im September 2011 geglaubt haben, das Land hinhalten zu können, ist nun mehr als klar, dass meine Rückforderung zu Recht bestanden hat. Der Betrag ist umgehend zurück zu zahlen", stellt Dörfler klar, der davon ausgeht, dass in wenigen Tagen eine Aufsichtsratssitzung der Kärntner Landesholding stattfinden wird.

"Es ist alles zu unternehmen, dass die zu Unrecht bezogenen Honorarleistungen von Birnbacher, zurückgezahlt werden. Die Kärnten Landesholding muss alle dafür notwendigen Schritte umgehend einleiten. Eine Rückzahlung der gesamten 5,7 Millionen Euro ist dringend notwendig", erklärt der Kärntner Landeshauptmann abschließend.

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