15. Juli-Gedenken - Nedwed: Ereignisse von Schattendorf sind Mahnung für alle Zeiten

Sozialdemokratische Freiheitskämpfer gedenken der tragischen Ereignisse vom 15. Juli 1927

Wien (OTS/SK) - Am morgigen Sonntag jähren sich die tragischen Ereignisse vom 15. Juli 1927 zum 85. Mal. Der Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en gedenkt der Tragödie von Schattendorf und der Opfer des Justizpalastbrandes. "In Folge des Freispruchs jener Mitglieder einer rechten Frontkämpfervereinigung die im burgenländischen Schattendorf ein achtjähriges Kind und einen Kriegsinvaliden erschossen haben, kam es zu Protesten. Der Wiener Bürgermeister Karl Seitz und der einberufene Schutzbund versuchten die Lage zu beruhigen, doch durch den Einsatz der Polizei eskalierten die Proteste, der Justizpalast ging in Flammen auf. Bürgermeister Seitz wollte der Feuerwehr einen Weg bahnen, um das Schlimmste zu verhindern. Der Schießbefehl des damaligen Polizeipräsidenten Schober kostete 89 Menschen das Leben, 600 Menschen wurden schwer und tausende Menschen leicht verletzt. Die schrecklichen Ereignisse mündeten schließlich im Jahr 1934 in der brutalen und endgültigen Machtergreifung des Austrofaschismus. Der 15. Juli 1927 war somit der Anfang vom Ende der Demokratie", erinnert der Vorsitzende der sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen, Ernst Nedwed, an diesen "Tag an dem die Erste Republik unterging". ****

Um den Opfern dieser schicksalshaften Monate des Jahres 1927 zu gedenken, wird die Verkündung des Schattendorf-Urteils heute um 14.00 Uhr im Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts nachgestellt. Auch Staatssekretär Josef Ostermayer wird dieser Gedenkveranstaltung beiwohnen. Denn bei jenem achtjährigen Kind, das im Jahr 1927 beim Schusswechsel in Schattendorf ums Leben kam, handelte es sich um Josef Grössing, den Bruder von Ostermayers Großmutter. Ernst Nedwed unterstreicht, wie wichtig und notwendig es ist dieses Gedenken zu bewahren: "Die Schrecken der Vergangenheit müssen uns eine Lehre für die Gegenwart und Zukunft, eine Mahnung für alle Zeiten sein. Wehret den Anfängen!" (Schluss) sv

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001