FPÖ: Winter befürchtet wahhabitische Missionierung Europas durch Abdullah-Zentrum

Über Wien wurden enorme Summe an Saudi-Geld zu Fundamentalisten in Bosnien verschoben - Aktueller Verfassungsschutzbericht macht Auswirkungen sichtbar

Wien (OTS) - Saudi-Arabien ist für seinen besonders intensiven Missionierungsfeldzug in der westlichen Welt bekannt. Während des Bosnien-Krieges wurden Millionen an Petro-Dollar über in Wien ansässige Hilfsorganisationen zur Finanzierung religiöser Gotteskrieger verschoben. Nunmehr hat die Bundesregierung einen institutionalisierten Umschlagplatz im Herzen von Wien geschaffen -ausgestattet mit diplomatischer Immunität und Steuerfreiheit: Mit dem neuen "König-Abdullah-Zentrum" werde unter dem Vorwand, einen interreligiösen Dialog führen zu wollen, die Verbreitung des sektiererischen Wahhabismus in ganz Europa gefördert, befürchtet die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Susanne Winter. Sie glaubt, dass mit der fragwürdigen Einrichtung die Radikalisierungsbereitschaft der Muslime weiter ansteigen werde. Schließlich sei die fundamentalistische Strömung des Islam auch ein Wegbereiter für Terroristen. Gerade in Europa würden die meisten gewaltbereiten Muslime wahhabitischen bzw. salafistischen Organisationen entstammen.

Winter macht darauf aufmerksam, dass die saudischen Wahhabiten nach dem Krieg weit über 100 Millionen Dollar in den Bau von Moscheen und Koranschulen investierten, um das kleine Balkanland Bosnien schleichend zu unterwandern - offensichtlich mit großem Erfolg. Wie aus dem aktuellen österreichischen Verfassungsschutzbericht hervorgeht, gelten insbesondere der Sandschak und die Gemeinde Gornja Maoca in Bosnien-Herzegowina als Nährböden islamistischer Entwicklungen. Personen aus dem extremistischen Spektrum des Balkans konnten sich unter anderem auch in Österreich etablieren. "Bei überregionalen Wahhabiten-Treffen reisen laut bosnischen Verfassungsschützern auffallend viele Personen in österreichischen Fahrzeugen mit Wiener, manchmal auch Grazer Kennzeichen an", so Susanne Winter. Die serbische Wochenzeitschrift "Vreme" kam daher bereits zu dem Schluss, dass Wien "eine Art regionales Zentrum der Wahhabiten" sei. Bemerkbar werde das durch die "hohe Konzentration von Aktivisten" und die rege Reisetätigkeit zwischen Wien und den Wahhabiten-Hochburgen auf dem Balkan. Auch der Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Mustafa Ceric, warnte vor einiger Zeit, dass es in Wien "Netzwerke und Zentren" von Islamisten gebe, deren Aktionsradius sich bis Sarajewo erstrecke. Militante Muslime würden in Wien rekrutiert und finanziert, das saudische Geld fließe über Wien nach Sarajevo.

"Politiker von SPÖ, ÖVP und BZÖ sind sich der Gefahr nicht bewusst, welche das geplante Zentrum mit sich bringt. Gerade das konservativste islamische Land der Welt will einen interreligiösen Dialog in einem aufgeklärten westlichen Land führen, obwohl man selbst nicht einmal die öffentliche Ausübung des Christentums erlaubt. Das ist doch einfach zu durchschauen und reine Augenauswischerei", erklärt Winter. In Wirklichkeit gehe es um politische und religiöse Einflussnahme Saudi-Arabiens in der westlichen Welt, unterstützt durch hörige Politiker, zwielichtige Diplomaten und die islamische Finanzindustrie. "Die Bundesregierung hat aus der Geschichte nichts gelernt: War es damals ein harmlos aussehendes Trojanisches Pferd, das man mit großer Freude selbst hinter die Stadtmauer gezogen hat, kann heute getrost von einem islamischen Pferd gesprochen werden. Faymann und Spindelegger haben das verhängnisvolle Danaergeschenk bereits himmelhoch jauchzend entgegengenommen - just dort, wo 1683 die muslimische Eroberung abgewendet wurde", so Winter in Anlehnung an die griechische Mythologie und die Belagerung Wiens.

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