"profil": Festspiele-Intendant Pereira: "Salzburg hat Boden zurückzugewinnen"

Der neue Festivalchef will "Opnion Leader zurücklocken" und mahnt zu Budgeterhöhungen: "Das System wäre keine zwei Jahre mehr zu halten gewesen"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" zeigt sich Alexander Pereira, der neue Intendant der Salzburger Festspiele, mit dem Status quo weiterhin unzufrieden: "Ohne unverschämt zu sein: Salzburg hat wieder Boden zurückzugewinnen. Wir müssen Mozart-Aufführungen produzieren, die man anderswo nicht besser hören kann. In den Produktionen muss sich eine Grundqualität herstellen lassen, gerade in der Zusammenarbeit von Regisseur und Dirigent. Dieses Problem ist immer noch sehr groß."

Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler versuche er nun "zu überzeugen, dass wir beide um eine zukünftige Tariflohnerhöhung, um mehr Sponsoren und attraktive Programme kämpfen müssen".

Pereira weiter: "Ich will Exklusivität. Wir können in Salzburg gar nicht mehr anders. Wir sind dabei, jedes Jahr 600.000 Euro Tariferhöhung zu verlieren. Das System wäre keine zwei Jahre mehr zu halten gewesen. Ich kann die Budgetverluste nur mit neuen Sponsoren und Premieren ausgleichen. So spielen wir mehr und verdienen auch mehr. Das ist eine Investition in die Kunst. Deshalb muss das Budget steigen."

Er wolle "unbedingt auch neue Besucher", daher habe er 40.000 Karten mehr aufgelegt. "Ich bin sicher: Auch das wird Opinion Leader zurück nach Salzburg locken."

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