"profil": Schwere Mängel bei AKH-IT

"profil": Wirtschaftsprüfer Deloitte kritisiert AKIM-Implementierung

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, übt ein vertraulicher Prüfbericht des Wissenschaftsministeriums schwere Kritik am neuen IT-System des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH). Aufgrund von Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei der Implementierung des 36-Millionen-Euro-teuren AKIM-Systems hatte das Ministerium die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte im Februar 2011 mit einer Evaluierung des Projekts beauftragt. Laut dem mit 12. April 2012 datierten Endbericht sei es "ein erheblicher Mangel" und "wesentliche Ursache für die derzeit zu erwartenden Kostenüberscheitungen", "ein so komplexes Projekt ohne eine adäquate Organisations- und Controllingstruktur abzuwickeln". So sei etwa durch die überlange Projektdauer die "nochmalige Anschaffung von Hardware als Folge von Überalterung bereits gekaufter Hardware" nötig gewesen.

Das Projekt AKIM (AKH-Informationsmanagement) wurde 2002 gestartet und läuft derzeit im Probebetrieb an einzelnen Universitätskliniken des AKH. AKIM soll alle IT-Bereiche des Spitals abdecken und die gewonnenen Patientendaten für wissenschaftliche Tätigkeiten an den Universitätskliniken aufbereiten. Die Gemeinde Wien als AKH-Betreiberin übernahm mit 21,8 Millionen 60 Prozent der projektierten Kosten, der Bund den Rest in Höhe von 14,5 Millionen Euro. Bereits in einem Zwischenbericht zu AKIM im Oktober 2011 hatte Deloitte scharfe Kritik an der AKH-Führung geübt.

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