Eine blöde G schicht (von Claudia Grabner)

Ausgabe 14. Juli 2012

Klagenfurt (OTS) - Es entbehrt nicht einer gewissen Komik (ja
genau, trotz des Ernstes der Lage), wenn sich dieser Tage folgende Begebenheit zuträgt: Die (fast) gesamte FPK-Spitze ist Montag vor die Korruptionsstaatsanwaltschaft zur Einvernahme geladen, weil ein gewisser Herbert Kickl ob des Verdachts des besonders dreisten Amtsmissbrauchs Anzeige erstattet hat. Das war im Jahr 2009. Damals war die heutige FPK-Führung das BZÖ-Dreigestirn - und damit unmittelbarer Widerpart der Kicklschen FPÖ-Abteilung. Heute ist sie engster Verbündeter. Eine blöde G'schicht ...
Wie also werden HC Strache & Co. die Kurve kratzen? Oder aber ist ohnehin alles halb so wild? So, wie es LH Dörfler gerne hätte, der die Sache bekanntlich mit dem denkwürdigen Satz kommentiert:
Aufgrund der mittlerweile stark ausgeprägten Anzeigenkultur in Österreich gehören Einvernahmen derzeit zum politischen Alltagsgeschäft. Nun, ein Alltagsgeschäft war offensichtlich vor allem eines: Der legere Umgang mit den Möglichkeiten der Macht.

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