Bundesheer: Entscheidung über sechs Führungspositionen gefallen

Darabos bestellt zwei Frauen und vier Berufsoffiziere in leitende Positionen

Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat am Freitag über die Nachbesetzung von sechs Führungspositionen im Österreichischen Bundesheer entschieden: Er folgte der Empfehlung einer unabhängigen Bewertungskommission und bestellte Birgit Wollein zur Leiterin der Abteilung Zentrale Technische Angelegenheiten und Christina Fellner-Rapp zur Leiterin der Kaufmännischen Abteilung im Verteidigungsministerium. Weiters wurden vier militärische Posten neu besetzt. Zum neuen Leiter der Generalstabsabteilung wurde Oberst Bruno Hofbauer ernannt. Brigadier Peter Resch wird zum Leiter der Gruppe Grundsatzplanung bestellt. Neuer Kommandant der Heeresunteroffiziersakademie in Enns wird Oberst Nikolaus Egger und Tirols stellvertretender Militärkommandant wird Oberstleutnant Gerhard Pfeifer.

Gleichbehandlung und Frauenförderung

Zwei Frauen in Führungspositionen - damit realisiert das Verteidigungsministerium eines der Ziele des Frauenförderungsplans, den Frauenanteil v.a. in Führungspositionen anzuheben.

Die Technikerin Birgit Wollein, geboren am 4. März 1972, ist seit 2003 im BMLVS tätig. Zwischen 2003 und 2008 war sie Referatsleiterin im Amt für Rüstung und Wehrtechnik. Seit 2008 leitet sie das Referat Standardisierung in der Abteilung Programmplanung des BMLVS. In dieser Funktion war sie hauptsächlich für die Verbesserung der Zusammenarbeitsfähigkeit des Österreichischen Bundesheeres bei Auslandseinsätzen und internationalen Übungen verantwortlich. Die Wienerin absolvierte nach ihrem Doktoratsstudium der technischen Wissenschaften zahlreiche Aus- und Weiterbildungen im In- und Ausland.

Die Juristin Christina Fellner-Rapp ist seit 1998 im BMLVS beschäftigt, seit 2001 als Referatsleiterin. Von 2008 bis 2011 war sie Leiterin des Referats Einkauf in der Kaufmännischen Abteilung des BMLVS. Seit April 2011 ist sie stellvertretende Abteilungsleiterin. Die Wienerin wurde am 28. November 1974 geboren. Sie ist verheiratet und hat eine vierjährige Tochter.

Oberst Hofbauer neuer Leiter der Generalstabsabteilung

Oberst Bruno Hofbauer, geboren am 24. März 1964, absolvierte die Theresianische Militärakademie von 1989 bis 1992. Nach fünf Jahren in verschiedenen Kommandantenfunktionen beim Gardebataillon in Wien qualifizierte sich Hofbauer für den Generalstabslehrgang, welchen er 2000 erfolgreich beendete. Nach seiner Tätigkeit als stellvertretender Chef des Stabes im Wiener Militärkommando folgte im Oktober 2001 der Wechsel als Referatsleiter in den Generalstab des Verteidigungsministeriums. Besondere Auslandserfahrung konnte er während seiner dreijährigen Tätigkeit als Planungsoffizier bei der Militärvertretung in Brüssel sammeln. Seit März 2011 ist Hofbauer stellvertretender Leiter der Generalstabsabteilung. Durch die Bestellung von Brigadier Rudolf Striedinger zum Militärkommandanten von Niederösterreich ist Hofbauer seither mit der Führung der Generalstabsabteilung beauftragt. Der gebürtige Grazer lebt in Stockerau. Er ist verheiratet und hat ein Kind.

Gruppe Grundsatzplanung neu besetzt

Brigadier Peter Resch wurde am 29. April 1955 in Wien geboren. Nach dem Besuch der Theresianischen Militärakademie musterte er 1979 zur Jägerschule in Saalfelden aus. Dort wurde er in mehreren Kommandantenfunktionen verwendet. Danach wechselte er auf die Militärakademie als Lehr- und Ausbildungsoffizier. Von 1985 bis 1988 absolvierte er den Generalstabslehrgang an der Landesverteidigungsakademie. Von 1993 bis 1996 kehrte er als Chef des Stabes an die Militärakademie zurück. Ab Juni 2000 war er zwei Jahre stellvertretender Abteilungsleiter im Verteidigungsministerium. Seit Oktober 2011 führt er interimistisch die Gruppe Grundsatzplanung.

Resch hat Einsatzerfahrung und darüber hinaus internationale Ausbildungen im Ausland absolviert. Sein erster Auslandseinsatz 1983 führte ihn im Rahmen der UNO ein halbes Jahr nach Syrien. 1991 bis 1993 war er UNO-Beobachter in Zypern. 2001 besuchte er ein Jahr den amerikanischen Generalstabslehrgang. Von 2007 bis 2011 war Resch Verteidigungsattache in Washington. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Neunkirchen.

Kommandant Heeresunteroffiziersakademie

Oberst Nikolaus Egger wurde am 19. Mai 1956 in Matrei in Tirol geboren. Er absolvierte von 1976 bis 1979 die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt und kam anschließend zum Landwehrstammregiment 61 nach Innsbruck. Dort durchlief er mehrere Kommandantenfunktionen. Von April 1999 bis September 2001 arbeitete er als Stabsoffizier bei der 6. Jägerbrigade. Von Oktober 2001 bis April 2005 führte er als Kommandant das Stabsbataillon 6 in Innsbruck-Kranebitten. Von Mai 2005 bis Dezember 2007 war er stellvertretender Kommandant der 6. Jägerbrigade in Innsbruck.

Egger zeichnet sich durch eine mehrjährige Auslandserfahrung aus. So war er 1989 ein halbes Jahr im Auslandseinsatz in Zypern. 1993 führte ihn sein Weg ein Jahr als UNO-Beobachter nach Israel und im Mai 1996 ein weiteres Jahr im Rahmen der UNO nach Syrien. Seit Jänner 2008 ist Egger Verteidigungsattache in Tel Aviv/Israel. Egger wohnt mit seiner Frau in Innsbruck und hat zwei Kinder.

Neuer stellvertretender Militärkommandant in Tirol

Oberstleutnant Gerhard Pfeifer musterte 1988 zum ehemaligen Jägerbataillon 21 in Kufstein aus und war dort zehn Jahre in verschiedenen Funktionen eingesetzt. In St. Johann in Tirol war Pfeifer zusätzlich Einsatzleiter des Lawineneinsatzzuges und auch Mitglied der örtlichen Lawinenkommission. Pfeifer ist Heereshochalpinist, Heeresschilehrer, ABC-Abwehroffizier sowie Informationsoffizier und war mehrmals als Lehroffizier an der Heeresunteroffiziersakademie tätig. Von 1998 bis 2002 führte Pfeifer die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit im Kommando der 6. Jägerbrigade.
Besondere Auslandserfahrung sammelte er 1999 beim Einsatz in Bosnien und Herzegowina.
Im September 2006 übernahm Pfeifer den Posten des Einsatzoffiziers für Luftaufklärung im Streitkräfteführungskommando. Von September 2007 bis Juni 2008 war er stellvertretender Kommandant der Jägerschule in Saalfelden. Im September 2009 übernahm er das Kommando über das Jägerbataillon 24 in Lienz. Der zweifache Familienvater wurde am 29. Mai 1964 in St. Johann in Tirol geboren und lebt in Kirchberg in Tirol.

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