Illustre Runde diskutiert beim Werbegipfel am Werbeplanung.at Summit 12

Zweiter Tag der Digital-Marketing-Conference & Expo in der Wiener Hofburg wurde mit einer spannenden Diskussion eröffnet

Wien (OTS) - Unter der Moderation von Dr. Armin Wolf (ORF) diskutierten beim Werbegipfel im Rahmen des Werbeplanung.at Summit 2012 Michael Ströck (kochabo.at), Thomas Koch (TK-One), Tanja Sourek (A1 Telekom Austria AG), Daniela Terbu (Coolhunting) und Gertraud Burtscher (Interspar).

"Ahnungslose Zeitungsmacher" und "gute Facebook-Fans"

Thomas Koch, Gründer und Geschäftsführer von Thomas Koch Media, eröffnete den Werbegipfel furios: "Das Geschäftsmodell der Zeitung ist vorbei. Die Jungen kommen da einfach nicht mehr nach. Das Geschäftsmodell der Zeitungen geht einfach baden." Die "Tageszeitungsmacher seien in Österreich ziemlich ahnungslos", meinte Koch in Anspielung auf die Aussagen beim Mediengipfel am ersten Werbeplanung.at Summit-Tag. In Deutschland fließen jetzt rund 20 Prozent in Online, der Plafond in den kommenden Jahren werde bei 25 Prozent liegen: Aber nicht nur Print lässt nach, auch der TV-Konsum ändere sich zunehmend. Obwohl: Print wird insofern interessant, als man "dort sehr interessante Zielgruppen sehr gezielt ansprechen werden kann".

Gertraud Burtscher von Interspar, glaubt nicht, dass die Tageszeitungen schon morgen aussterben und setzt weiter auch auf Print (da vor allem auf das Flugblatt). Für Online werden im Lebensmitteleinzelhandel gerade mal 4 Prozent ausgegeben, in den kommenden Jahren werden die Onlinespendings aber wohl in Richtung 10 bis 15 Prozent gehen, wie Burtscher glaubt.

Weit mehr wird jetzt schon in der Telco-Branche ausgegeben: Tanja Sourek von A1 gibt "rund 17 Prozent für Online und Search" aus. Warum trotzdem noch vergleichsweise (zu anderen Märkten) in Online fließt? Weil die breiten Above-the-line-Medien eben auch noch eine starke Rolle spielen, auch wenn bereits 80 Prozent in Österreich regelmäßig online sind.

Michael Ströck von der Bäckerei Ströck und Betreiber von kochabo.at hat sich immer schon gewundert, warum bei Printwerbung so wenig zurückkommt: "Wir sind jetzt mehr in Richtung Flugblatt gegangen, das ist messbarer." Noch messbarer ist Online und daher hat sich Ströck neben der Bäckerei der Gründung kochabo.at zugewendet. Bei kochabo.at setzte Ströck "zuerst vor allem auf PR, wir machen auch auf Facebook-Werbung und Display." Das meiste Geld fließe aber in Customer-Support: "Wenn jemand anruft, muss er gezielt bedient werden und er muss die Geschichte, dass er bei uns gut serviciert wurde, weitererzählen."

Nicht nur der Click ist wichtig

"Die Frühstückerinnen"-Gründerin Daniela Terbu, die auch das Social-Media-Beratungsunternehmen Coolhunting betreibt, findet, dass man auch mit kleinen Kampagnen viel erreichen kann: "Wenn man gut vernetzt ist und zielgerichtete und intelligente Aktionen lanciert." Banner seien das Naheliegende und deshalb werden einfach viele Displaykampagnen gefahren. Die Klickraten seien aber zu gering, findet Terbu, trotzdem werden den Kunden von Agenturen ständig Banner verkauft. Printwerbung habe ihr hingegen noch nie viel gebracht:
"Online hat uns immer mehr gebracht."

Ins gleiche Horn stößt Gertraud Burtscher von Interspar: "Wenn wir der Agentur sagen, dass wir eine Onlinekampagne fahren wollen, werden immer nur Bannerkampagnen vorgeschlagen, manchmal braucht es aber mehr."

Nur auf Klickraten will Tanja Sourek von A1 Bannerwerbung aber nicht reduziert wissen: "Es geht ja nicht nur darum, dass jemand auf den Banner klickt, sondern es geht auch um den Werbemittelkontakt."

Mediaplaner Thomas Koch glaubt, dass sich der Mediamix generell ausweiten wird: "Nur in einem Medium zu schalten, wird einfach nicht mehr ausreichen. Es bleibt also spannend." Weiter hofft Koch, "dass die Mediaplaner hier am Podium gut zuhören, denn die müssen verstehen, dass das Internet viel mehr ist, als Bannerkampagnen."

Social Media: Gehversuche, die man selbst unternehmen muss

"Nur gute Fans" will Gertraud Burtscher von Interspar auf ihrer Facebook-Fanseite haben, und nicht, dass auf der Seite nur Beschwerden hinterlassen werden. Derzeit habe man 30.000 Facebook-Fans, aber Quantität sei nicht alles, sondern die Qualtität der Fans, so Burtscher.

Bei A1 ist Social Media im Bereich Customer Service angesiedelt und nicht im Marketing. Auslagern könne man Social-Media-Aktivitäten als Unternehmen nicht, das müsse man schon selbst machen, meint Tanja Sourek.

Als "Managementinstrument" sieht Michael Ströck die sozialen Medien à la Facebook: "Social Media hilft, wenn man ungefilterte Kundenmeinungen lesen will. All diese Meldungen zu lesen, ist es wirklich wert."

Für Daniela Terbu von Coolhunting ist Facebook als Kommunikationsinstrument einfach wichtig, "weil die Reichweite da ist". Twitter sei eher für Einzelpersonen interessant, nicht so sehr für Unternehmen. Auf eine eigene Website kann man deshalb aber trotzdem nicht verzichten, findet Terbu.

Noch unterschätzt werden Blogs, weil die öfter mehr Klicks generieren als Meldungen auf großen Portalen der großen Medien, wie Michael Ströck schildert: "Die Leser vertrauen den Bloggern teilweise viel mehr, als den großen Medien."

"Interaktion mit den Bloggern" sei deshalb laut Tanja Sourek von A1 extrem wichtig. "Es geht um langfristige Kommunikation mit den Bloggern", weiß auch Daniela Terbu von Coolhunting. PR im klassischen Sinn greife da einfach nicht.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://summit.werbeplanung.at/2012/presse/pressemeldungen/.

Aktuelles Bildmaterial stellen wir unter
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zur Verfügung. Eine Videozusammenfassung des ersten Tages finden Sie hier:
http://www.youtube.com/watch?v=pWTIQPtv2ds&feature=player_embedded

Über Werbeplanung.at

Die Medienwirtschaft Verlags GmbH ist Herausgeber von Werbeplanung.at, Österreichs erstem Fachmedium für Online-Marketing. Ursprünglich 2004 als Service- und Nachrichtenplattform für die Digital-Marketing-Branche in Österreich gelauncht, umfasst die Produktfamilie heute das Portal Werbeplanung.at, den jährlichen Werbeplanung.at Guide, das halbjährlich erscheinende Handbuch zur ÖWA Plus, das vierteljährlich erscheinende Branchenmagazin Werbeplanung.at update sowie den wöchentlichen Werbeplanung.at Newsletter. Seit 2009 veranstaltet das Unternehmen zudem den Werbeplanung.at Summit, Österreichs Digital-Marketing-Kongress, in Wien. 2011 hat der Verlag mit der Werbeplanung.at Academy ein Weiterbildungsformat zum Thema Digital Marketing speziell für Führungskräfte gestartet. Ziel der Herausgeber von Werbeplanung.at ist es, die interessierte Fachöffentlichkeit über Digitales Marketing in Österreich zu informieren und diese Kommunikationsdisziplin zu fördern.

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