ORF III erzählt das Schicksal der jungen Republik Österreich und widmet den Opernabend Karl Böhm und Gundula Janowitz

Am 14. und 15. Juli im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information porträtiert am
Samstag, dem 14. Juli 2012, in "Land der Berge" den Alpinisten und Freund des Dalai Lama, Heinrich Harrer. "zeit.geschichte" gedenkt in zwei Dokumentationen des Justizpalast-Brandes vor 85 Jahren und der Rolle Karl Renners in dieser schweren Krise des jungen Österreich. "Kult.reloaded" serviert feinen Spott und scharfzüngige Sketches aus dem ORF-Archiv. Am Sonntag, dem 15. Juli, erinnert "Erlebnis Bühne" u. a. mit "Ariadne auf Naxos" an den vor 20 Jahren verstorbenen Ausnahme-Dirigenten Karl Böhm und gratuliert der Sopranistin Gundula Janowitz zum 75. Geburtstag.

Samstag, 14. Juli 2012

Unser Österreich: "Land der Berge: Grenzenloses Abenteuer - Das Leben des Heinrich Harrer" (19.30 Uhr)

Am 6. Juli jährte sich der Geburtstag Heinrich Harrers zum 100. Mal. Teil 2 der Dokumentation über das faszinierende Leben des Alpinisten und Abenteurers, dessen Weg von der Eiger-Nordwand über den Himalaya direkt nach Tibet führte, wo er sieben Jahre als Lehrer und Freund des Dalai Lama lebte - und dann weiter in die höchsten Berge der Welt aufbrach.

zeit.geschichte: "Als die Republik in Brand geriet" (20.15 Uhr)

Am 15. Juli 1927 - vor genau 85 Jahren - brannte der Justizpalast in Wien und damit buchstäblich auch die Republik. Das umstrittene Schattendorfer-Urteil ließ die damals angespannte politische Lage eskalieren. Bei den anschließenden gewaltsamen Demonstrationen starben 90 Menschen, es gab Hunderte Verletzte. Die sogenannte "Julirevolte" war der Vorläufer eines bevorstehenden Bürgerkriegs, der im Februar 1934 dann auch ausbrechen sollte. Eine Dokumentation aus dem ORF-Archiv.

zeit.geschichte: "Vater der Republik - Dr. Karl Renner" (21.15 Uhr)

Zweimal innerhalb von 33 Jahren war dieser sozial-demokratische Politiker Geburtshelfer eines neuen Staates - der Ersten und der Zweiten Republik. Als Staatskanzler der Ersten Republik, als mahnende Stimme in der Zeit der Julirevolte 1927 und als erster Präsident Österreichs nach dem 2. Weltkrieg. Karl Renner hat damit wie kein anderer Politiker Österreichs Weg vom Ende der Monarchie bis in die Zweite Republik geprägt. Die Dokumentation stellt die Frage nach dem Menschen Karl Renner, der sich im Laufe seines Lebens mit Entscheidungen wie Reform oder Revolution, Anschluss ans Deutsche Reich oder Bewahren der Eigenstaatlichkeit, Gründung einer linken Volksfront oder scharfe Trennung zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten auseinandersetzen musste.

Kult.reloaded: "Das Zeitventil (Folge 19)" (22.05 Uhr)

Lauten Spott und leise Kritik müssen sich vor allem die Politiker gefallen lassen, wenn Fritz Muliar, Dietmar Schönherr und andere Kapazunder des Kabaretts den Geist ihrer Zeit erörtern. Wie etwa die Kommission zur Planung von Dienstreisen, oder Politiker im Dienste der Straßensanierung - denn wo ein Politiker hinfährt, da werden vorher noch schnell die Straßen ausgebessert. Aber auch das Showbusiness bleibt nicht verschont von Parodien, zum Beispiel die TV-Serien "Maigret", "77-Sunset Strip", "Mit Schirm, Charme und Melone" und "Orion". Mit: Peter Frick, Georg Lhotzky, Kurt Liederer, Rudi Schippel, Eva Pilz, Gerhard Steffen, Martha Hauser, Dietmar Schönherr, Fritz Muliar, Peter Wehle, Gerhard Bronner und Karl Farkas.

Kult.reloaded: "Deutsch für Inländer (Folge 3)" (23.30 Uhr)

In den 50ern, als die monatliche Fernsehgebühr in Österreich noch 50 Schilling betrug, wurden im TV nicht nur Russisch, Englisch, Französisch und Italienisch gelehrt. Auch ein Sprachkurs für Österreicher wurde angeboten: Der Kulturjournalist, Schauspieler, Kabarettist und Schriftsteller Ernst Hagen (der später mehr als 500 Folgen des "Seniorenclubs" für den ORF mitgestalten sollte) gab, authentisch ausgestattet mit Tafelkreide und Lehrerblick, 1957 sein Fernsehdebüt mit der heiteren Serie "Deutsch für Inländer".

Sonntag, 15. Juli 2012

Erlebnis Bühne - Künstlerporträt: "Ich erinnere mich: Dr. Karl Böhm -Sein Leben, seine Musik" (19.10 Uhr)

Dieses filmische Porträt ist einem der bedeutenden österreichischen Dirigenten des 20. Jahrhunderts gewidmet: Karl Böhm, anlässlich seines 20. Todestages im August. Seine musikalische Berufung begann nach einem Jusstudium und führte ihn über Stationen als Operndirektor in Dresden, Neapel, Buenos Aires und Wien zu einer Weltkarriere als maßgebender Wagner-, Strauss- und Mozartinterpret. Viele kostbare Archivdokumente zeichnen den Werdegang dieses einzigartigen Dirigenten nach und verhehlen auch nicht seinen - besonders in den späteren Jahren - etwas schwierigen menschlichen Charakter.

Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: "Ariadne auf Naxos" (20.15 Uhr)

Barbara Rett präsentiert anlässlich des 75. Geburtstages der Sängerin Gundula Janowitz "Ariadne auf Naxos" und erklärt Hintergründe zum Leben und Werk von Richard Strauss. Das Libretto stammt von Hugo von Hofmannsthal. Bei "Ariadne auf Naxos" handelt es sich um ein geistreiches "Theater auf dem Theater", in dem der mythologische Stoff - der auf der Insel Naxos verlassenen, todessehnsüchtigen Ariadne - mit zeitgenössischen Themen der Kunst verwoben wird: Um sich selbst treu bleiben zu können, müssen sich Mensch und Kunst verwandeln können. Solisten: Gundula Janowitz (Ariadne), Rene Kollo (Tenor Bacchus), Walter Berry (Musiklehrer), Trudeliese Schmidt (Komponist), Edita Gruberova (Zerbinetta), Heinz Zednik (Tanzmeister), Erich Kunz (Haushofmeister), Peter Weber (Offizier), Georg Tichy (Perückenmacher), Alfred Sramek (Lakai), Barry McDaniel (Harlekin), Kurt Equiluz (Scaramuccio), Manfred Jungwirth (Truffaldino), Heinz Zednik (Brighella), Hilda de Groote (Najade), Axelle Gall (Dryade), Olivera Miljakovic (Echo). Dirigat: Karl Böhm.

Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: "Brahms - Ein deutsches Requiem" (22.30 Uhr)

Zum 75. Geburtstag der Sängerin Gundula Janowitz. Dirigat: Herbert von Karajan. Solisten: Gundula Janowitz, José van Dam. Orchester:
Berliner Philharmonisches Orchester.

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