Der österreichische Außenhandel mit starker Präsenz in Brüssel

Das ITC bei EuroCommerce unter dem Vorsitz des Österreichers Karl Pisec - schlagkräftige europäische Interessenvertretung des Handels in Brüssel

Wien (OTS/PWK491 ) - "90 bis 95 Prozent der handelspolitischen Entscheidungen werden auf Brüsseler Ebene getroffen. Daher ist rechtzeitiges Handeln erforderlich, da Entscheidungen, die heute getroffen werden, erst in mehreren Jahren wirksam werden, dann aber oft massive Auswirkungen haben", sagt Karl Pisec, Obmann des Bundesgremiums des Außenhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Außenhändler aus Wien. Dieser Tatsache trägt EuroCommerce, die europäische Vertretung des Handels, und insbesondere das dort ansässige International Trade Committee, in besonderem Maße Rechnung", unterstreicht der Wiener Pisec, der dem International Trade Committee (kurz ITC) vorsteht. Gemeinsam mit dem bei EuroCommerce für Außen- und Großhandel zuständigen Direktor Ralph Kamphöner nimmt sich dieser Ausschuss der europäischen Themen an.

Karl Pisec: "Da Entscheidungen auf handelspolitischer Ebene immer enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft und insbesondere auch den Außenhandel haben, ist es besonders wichtig, dass man schon rechtzeitig und im Vorfeld die Meinung des Handels deponiert und Maßnahmen setzt."

So beschäftigt sich das International Trade Committee bei EuroCommerce auf europäischer Ebene in erster Linie mit Fragen der Welthandelsrunde/WTO, wo z. B. der Beschluss Russlands, der WTO beizutreten, einen riesigen Markt auch für österreichische Außenhändler weiter öffnet. Nicht nur die Doha-Runde, auch die Beitritte Russlands und Chinas sind langfristige Prozesse, die sich über viele Jahre hinziehen, aber bei guter Interessenvertretung bei den zuständigen Stellen eine Vielzahl konkreter Verbesserungen für Firmen bieten, die sich kurzfristig nicht erreichen lassen.

Anliegen sind dem ITC das allgemeine Zollpräferenzschema APS und der Dienstleistungshandel, und da besonders der Abbau einseitiger Diskriminierung von in der EU ansässigen Unternehmen.

Ralph Kamphöner, Direktor von EuroCommerce für den Außen- und Großhandel, meint: "Unser Ziel ist es, dass alle Regelungen transparent, planbar und durch Rechtssicherheit geprägt sind."

Auch hier ist der langfristige Ansatz von EuroCommerce für den Erfolg entscheidend. So konnte für das im Jänner 2014 in Kraft tretende APS die dringend benötigte einjährige Planungssicherheit nur erreicht werden, weil das ITC schon im Sommer 2009 den frühzeitigen Beginn der Planungen in Brüssel einforderte.

Besonders aktiv ist das International Trade Committee auch bei Fragen des Exports, wo es darum geht, die Position der europäischen Außenhändler auf den Weltmärkten zu sichern und vor Diskriminierungen zu schützen.

Weitere Themen sind bilaterale Handelsabkommen, welche derzeit verhandelt und abge-schlossen werden wie mit Indien, Kanada, Singapur, Malaysia, USA, Japan, Moldawien, Georgien, Armenien und Kasachstan.

Auch in Antidumping-Fragen ist EuroCommerce aktiv, wobei ein erheblich transparenteres Verfahren erreicht werden konnte; auch die Vereinfachung der Fragebögen wurde aufgrund eine Initiative von EuroCommerce erreicht. Der kontinuierliche konstruktive Dialog zwischen Verband, Politik und Verwaltung war auch hier für den Erfolg entscheidend. Zum Jahreswechsel wird die Europäische Kommission über eine weitere Modernisierung der EU-Handelsschutzinstrumente beraten; auch hier ist EuroCommerce proaktiv engagiert.

Im weltweiten Handel werden derzeit ca. 18 Billionen US-Dollar umgesetzt, wobei die EU dabei über ein Drittel des Welthandels ausmacht.

"Eine schlagkräftige und effiziente Interessenvertretung auf europäischer Ebene ist für die österreichische Wirtschaft und gerade für Außenhandelsfirmen besonders wichtig, da schon kleine handelspolitische Entscheidungen auf europäischer Ebene massive Auswirkungen auf unsere Mitgliedsbetriebe und deren Wettbewerbsfähigkeit haben könnten", meint Karl Pisec. EuroCommerce und das International Trade Committee setzten sich dafür ein. (JR)

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