ÖSTERREICH: Österreichische Botschaft in Damaskus beschossen

Verteidigungsminister Darabos bestätigt Angriff: Bundesheer jederzeit bereit, Botschafterin und Mitarbeiter außer Landes zu bringen

Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Freitagsausgabe berichtet, wurde die österreichische Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus am Donnerstag zu Mittag von Rebellen beschossen. Die Schüsse wurden auf das Diplomatenviertel in Mezzeh gerichtet. Die österreichische Botschaft in Damaskus, in der Farabi Street, liegt unweit des Hauses von Syriens Präsidenten Bashar al-Assad und dessen Familie. Botschafterin Maria Kunz ist derzeit in Damaskus.

SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos bestätigt auf ÖSTERREICH-Anfrage die "Schüsse auf unsere Botschaft. Die Situation ist aber wieder unter Kontrolle." Es wurde keine Österreicher verletzt. Der Großteil des diplomatischen Personals wurde bereits vor geraumer Zeit abgezogen. Darabos sagt ÖSTERREICH, dass das heimische Bundesheer "jederzeit bereit ist, die Botschafterin und verbliebene Mitarbeiter außer Landes zu bringen, falls das Außenamt das möchte".

Als eines von wenigen EU-Ländern hält Österreich seine Botschaft im Bürgerkriegsland (seit März 2011 tobt ein Aufstand gegen Assad) nach wie vor aufrecht.

Die Schüsse dürften ÖSTERREICH-Recherchen zufolge von Oppositionellen abgegeben worden sein.

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