ÖBB-Postbus: Kranker Lenker eiskalt abserviert

Unmenschliche Kündigung eines 61-Jährigen

Wien (OTS/ÖGB) - Ein schwer kranker Postbuslenker in NÖ wurde nach einem einjährigen Krankenstand nach einem schweren Arbeitsunfall ohne Vorwarnung oder Gesprächsangebot gekündigt, ein Jahr vor Antritt der Berufsunfähigkeits-Pension.

"Neben der Unmenschlichkeit der Vorgangsweise und den finanziellen Einbußen bedeutet das, dass der Kollege durch alle sozialen Netze fällt. Seine zu erwartende Pensionshöhe wird geschmälert, seine Familie steht vor dem finanziellen Abgrund", sagt Postbus-Zentralbetriebsrat Robert Wurm.

Damit sei auch wieder einmal bestätigt, dass Unternehmen sich nur zu gerne ohne jede Rücksicht älterer Mitarbeiter entledigen.

"Leider ist das kein Einzelfall. Es ist traurig, dass offenbar nur der Profit für das Unternehmen zählt und man einem langjährigen Mitarbeiter, der sich aufgeopfert hat, einfach per eingeschriebenem Brief den letzten Rest an Lebensmut nimmt", so Wurm.

Aber so einfach will der Betriebsrat das nicht hinnehmen. "Es gibt Präzedenzfälle, die bis zum Obersten Gerichtshof ausjudiziert wurden. Wir werden alle Rechtsmittel einsetzen, um dem Kollegen wenigstens zu seinem Recht zu verhelfen", sagte Robert Wurm abschließend.

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Robert Wurm
Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der
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Zentralausschussvorsitzender der
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Tel.:(01) 79 444-3100
Mobil: 0664-6243900
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