Tumpel zu Verdienststrukturerhebung: Einkommensschere schließen!

Wien (OTS) - "Die Verdienststrukturerhebung 2010 von Statistik Austria dokumentiert, dass es nach wie vor oberste Priorität haben muss, die Einkommensschere zu schließen. Frauen sind mittlerweile gut ausgebildet und dennoch beträgt bereits bei den Jungen die Schere 15 Prozent. Dass die Schere zwischen Frauen und Männern mit zunehmendem Alter auseinander geht, ist auch darauf zurückzuführen, dass es noch immer für Frauen sehr schwierig ist, Beruf und Familie zu vereinbaren" sagt AK Präsident Herbert Tumpel und fordert ein Maßnahmenbündel, damit die Lohnschere zusammengeht. Dazu gehören der Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsplätze, die Förderung der Väterbeteiligung bei der Kinderbetreuung durch Einführung eines Papamonats, gleiche Zugangschancen für Frauen und Männer zu den verschiedenen Berufen und gleiche Karrierechancen. Für die AK sind die neu eingeführten Instrumente der Einkommensberichte und die Angabe der Einkommen bei Stelleninseraten wichtige Hebel, um die Unterschiede zu verringern. "Wichtig ist allerdings, dass die Berichte nicht nur alle zwei Jahre erstellt werden, sondern dann auch betriebliche Maßnahmen zur Verringerung der Einkommensschere folgen. Den Berichten müssen auch Taten folgen. Sie dürfen nicht in Schubladen verschwinden. Ich lade die anderen Sozialpartner ein, gemeinsam einen Weg zu finden",sagt Tumpel.

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