Khol: Unsere Verantwortung für Enkelkinder reicht direkt in die Politik!

Studie belegt: Großeltern prägen die Werte ihrer Enkelkinder - und damit auch ihr politisches Wahlverhalten.

Wien (OTS) - Heute stellten Dr. Franz Witzeling und Mag. Daniel Witzeling, vom HUMANISTITUT, ihre aktuelle Studie "Oma- und Opa-Effekt: Wertehaltung der Enkel wird von Großeltern geprägt" bei einer Pressekonferenz in Wien vor. Für die begleitenden Worte konnte Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtierender Präsident des Österreichischen Seniorenrates, gewonnen werden, der einleitend betonte: "Bei dieser Studie handelt es sich keineswegs um eine Auftragsarbeit des Seniorenbundes, wir bezahlen auch nicht dafür. Diese Feststellung ist wichtig, um die durchaus deutlichen Ergebnisse in den Vordergrund zu rücken."

Bei dieser Gelegenheit stellt Khol fest:

"Die heute vorgestellte Studie zeigt Folgendes deutlich:

1. Es gibt erwiesener Maßen einen regen und wertvollen Meinungs- und Wissensaustausch zwischen Großeltern und Enkelkindern. 2. Die Werteprägung durch die Großeltern hat großen Einfluss auf die Wahlentscheidung der Enkel. Das heißt nicht immer, dass sie dann dasselbe wählen wie ihre Großeltern - sondern es heißt, dass sie von den Großeltern lernen sich bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen. 3. Der Seniorenbund wird als sehr erfolgreich in der Durchsetzung seiner Anliegen bewertet. Dieses Ergebnis sehe ich allgemein für die sozialpartnerschaftliche Interessenvertretung der Senioren - ähnlich wie die "alten" Sozialpartner genießt auch der relativ junge Sozialpartner Seniorenrat (und wohl auch die Bundesjugendvertretung) in der Bevölkerung mit 70% Zustimmung größeres Vertrauen als z.B. Parteien oder kirchliche Einrichtungen." 4. Die Bevölkerung hat den Wunsch, dass Wissen und Erfahrung der Älteren aktiv in Wirtschaft und Gesellschaft eingebracht werden und hat dazu auch konkrete Präferenzen wie flexiblere Arbeitszeiten für Ältere.

Aus den Ergebnissen der aktuellen Studie zieht der Seniorenbund-Obmann stellvertretend für die mehr als zwei Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich folgende Schlüsse:

"Daraus schließen wir ganz klar:

1. Der Generationenvertrag lebt: Die Generationen leben miteinander. Die Senioren kennen die Wünsche, Sorgen und Anliegen ihrer Enkelkinder - interessieren sich daher nicht nur für ausschließliche Seniorenthemen (und umgekehrt!). Das in der Werbung propagierte 'Geiz-ist-geil-Prinzip' in dem das Kind dem Vater kein Stück vom Kuchen abgeben will, womit dieser dringend ein Vorsorgeprodukt kaufen müsse, um später sicher zu sein, entspricht nicht der Realität, sondern ist eben nur eine Werbebotschaft. 2. Die Senioren erheben zu Recht den Anspruch auf ein allgemeines politisches Mandat: Wir haben nicht nur zu Pensionen oder Pflege eine Meinung! Weil wir unsere Enkel kennen und uns um sie sorgen, kämpfen wir regelmäßig auch für die Durchsetzung ihrer Anliegen. 3. Die Seniorenvertretungen erhalten ein gutes Zeugnis, insbesondere wird die sachpolitisch objektive Zusammenarbeit zwischen Karl Blecha und dem Seniorenbund in hohem Maße anerkannt: Das bedeutet, dass endlich die Seniorenvertreter als vollwertige Sozialpartner angesehen werden - wie auch die Bundesjugendvertretung." 4. Die aktive Nutzung der Senioren-Erfahrung - insbesondere im Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft - wird mit großer Mehrheit gewünscht. Dies ist der Auftrag zur Erledigung wichtiger Reformen: Flexible Arbeitszeitregelung für Ältere, Schaffung einer sachgerechten neuen Altersteilzeit, Schaffung eines echten Bonussystems für freiwilliges Länger-Arbeiten, Abschaffung der ungerechten Wegfallensbestimmungen (gerne Zuverdienstgrenzen genannt) und Schaffung von Plattformen für Senioren-Profis die durch Coaching und Beratung den Unerfahrenen helfen können."

Abschließend betont Khol:

"Die aktuellen Studien-Ergebnisse bestärken uns in unserer Einstellung: Die Familie ist die wichtige Keimzelle unserer Gesellschaft wo die wichtigsten Werte vermittelt werden - und ohne die Seniorinnen und Senioren ist die Familie nicht komplett. Großeltern sind keine Monster, die ihren Jungen durch den Pensionsbezug die Zukunft rauben - sondern sie sind aktiver, unterstützender und wichtiger Teil in und für die Familien. Ganz besonders für ihre Enkelkinder. Und: Die Ergebnisse der vorliegenden Studie haben uns nicht wirklich überrascht - wir kennen den positiven Einfluss der Älteren auf die Jungen (und umgekehrt!). Doch erscheint es dringend nötig, dieses 'Bauchwissen' auch in der Öffentlichkeit zu etablieren - denn die veröffentlichte Meinung widerspricht den heute präsentierten Ergebnissen oft deutlich."

Die Inhalte der Studie erfragen Sie hier: HUMANISTITUT (Klagenfurt & Vienna), "Independent Science Network", Markt- & Meinungsforschungsinstitut, Dr. Franz Witzeling, 0664-522-49-30, www.humanistitut.at

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker,
0650-581-78-82, swalpitscheker@seniorenbund.at, www.seniorenbund.at

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